Marius Sowislo, Kapitän des 1. FC Magdeburg, stellt seinem Club ein hervorragendes (Zwischen-)Zeugnis aus.

Magdeburg l Aus Sicht des Kapitäns, der dieses Amt nun bereits seit dem Spieljahr 2013/14 innehat, sind es vor allem der Charakter und die Mentalität, die den FCM in dieser Saison so stark machen.

Ein eingeschworener Haufen

„Wir sind nicht irgendeine Arbeitsgruppe, die sich in der Woche trifft, um zu trainieren, und am Wochenende versucht, Drittligapunkte zu holen, sondern ein eingeschworener Haufen. So etwas gibt es nicht allzu oft und in dieser Form in Magdeburg vielleicht auch nie wieder“, hebt der 34-Jährige hervor und nennt Beispiele: „Wir haben uns permanent weiterentwickelt und dabei auch schwierige Situationen gemeistert – sei es der holprige Start, Sperren, Verletzungen oder Wahrnehmungen von außen. Wir haben uns stets als Mannschaft präsentiert und immer an uns geglaubt. Das zahlt sich jetzt aus. Und mit jedem Dreier wächst natürlich das Selbstvertrauen.“ Ferner sei die Physis ein wichtiger Faktor für das Erfolgsmodell FCM: „Diesbezüglich sind wir sehr gut aufgestellt.“

Dabei ist für den gebürtigen Polen der gegenwärtig dritte Platz gar nicht einmal so wichtig, sondern die Ausbeute von 30 Punkten: „Das sind schon jetzt zwei Drittel des anvisierten Ziels von 45 Zählern, die für den Klassenerhalt reichen sollten. Das macht einen schon stolz.“

Dass es nicht immer schön aussieht, was der FCM mitunter anbietet, nimmt Sowislo dabei gern in Kauf und stellt sogleich die Gegenfrage: „Welche Mannschaft zeigt denn bitteschön Hurra-Fußball? In dieser Klasse geht es darum, die Zweikämpfe anzunehmen und über Leidenschaft und Aggressivität zum Erfolg zu kommen. Wenn man dann wie gegen Aalen noch zeitig in Führung geht, fällt vieles leichter. Ich bin jedenfalls mit unserem Abschneiden mehr als zufrieden.“ Und weiter: „Wir wollten unseren Fans ein Vorweihnachtsgeschenk machen. Das ist uns eindrucksvoll gelungen. Ein 3:0 gegen Aalen ist mehr als ein Ausrufezeichen.“

Und der FCM habe durchaus das Zeug, seinen Weg fortzusetzen. „Wir sind noch nicht am Ende, sondern wollen und können zulegen. Es gilt, in diesem Reifeprozess weiter vorankommen“, sagt Sowislo, der aber nicht nur auf dem Rasen eine führende Rolle einnimmt, sondern mit seinem Auftreten auch außerhalb des Platzes maßgeblichen Anteil am positiven Erscheinungsbild des Vereins hat. Auch Chefcoach Jens Härtel schätzt ihn als Persönlichkeit: „Marius ist ein überragender, ein vorbildlicher Kapitän. So etwas erlebt man als Trainer selten.“

Zweiter in der Torjägerliste

So ganz nebenbei ist Sowislo nach „Knipser“ Christian Beck (neun Saisontreffer) auch zweitbester Torschütze der Elbestädter. Viermal hat der Mittelfeldmann eingenetzt.

Und was hat er sich für die Rückrunde vorgenommen? Sowislo: „Zunächst einmal wollen wir auch im letzten Spiel vor der Winterpause am Sonnabend in Lotte etwas mitnehmen. Und wenn es Ende Januar 2017 bei Fortuna Köln wieder weitergeht, will man sich natürlich nicht verschlechtern, sondern die Leistung bestätigen. Insgesamt habe ich ein gutes Gefühl, denn mein Vertrauen in diese Mannschaft ist riesengroß.“

Wie lange Sowislo dem FCM die Treue hält, bleibt indes abzuwarten. Sein Vertrag läuft aus, kürzlich ist er 34 Jahre alt geworden und damit der dienstälteste Akteur 2016/17. Doch seine „große Liebe FCM“ hält ihn jung.

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