Nach einer bisher durchwachsenen Rückrunde hat sich Julius Düker vom 1. FC Magdeburg pünktlich zum Drittliga-Schlussspurt zurückgemeldet.

Magdeburg l So zufrieden wie nach dem 2:1 des FCM am vergangenen Sonnabend gegen die SG Sonnenhof Großaspach wirkte Julius Düker lange nicht mehr. Der Stürmer blieb zwar ohne eigenen Treffer, nutzte aber seine Startelf-Chance.

Vor dem 1:0 in der sechsten Minute, dem 100. Pflichtspieltreffer von Christian Beck im FCM-Trikot, war es Düker, der mit einem sehenswerten Schuss fast erfolgreich war. Er fand nur im hervorragend haltenden SGS-Torhüter Kevin Broll seinen Meister. „Wir hatten diesmal sehr viele Chancen, das hat uns in den vergangenen Partien ein bisschen gefehlt. Jetzt müssen wir diese demnächst nur noch besser nutzen. Ich hatte ja auch zwei gute Gelegenheiten auf dem Fuß“, sagte Düker. „Das frühe 1:0 hat uns Mut gemacht, wir haben alle frei gewirkt.“

Die unfreiwillig perfekte Vorlage

Der 21-Jährige war dabei häufig an den gefährlichen Szenen und vor allem an beiden Toren beteiligt. Während vor dem Führungstreffer noch der Torhüter im Weg stand, war es beim entscheidenden 2:1 Düker selbst. Sein Schuss in der 68. Minute misslang eigentlich völlig, wurde so aber zur unfreiwillig perfekten Vorlage des genau richtig stehenden Beck, der seinen 15. Saisontreffer feierte und nach der Partie witzelte: „Der Julius hat immer mal Streuungen in seinen Schüssen. Deshalb wusste ich auch schon genau, wo ich stehen muss …“

Auch Düker selbst nahm seinen eigentlich verunglückten Schussversuch mit viel Humor: „Das hatten wir natürlich genau so einstudiert. Christian hat ja seine 100 Treffer für den FCM vollgemacht, da habe ich mir gedacht, dass er die 200 gleich mal angreifen soll mit dem 101. Tor.“

Auch wenn die Protagonisten Düker und Beck zu Späßen aufgelegt waren, wurde eins ganz deutlich: Der FCM kann durchaus mit beiden Stürmern zusammenspielen. Häufig ließ Trainer Jens Härtel nur einen von beiden auf den Platz, zu ähnlich scheinen sie sich zu sein. In der Hinrunde machte Düker nach der Rotsperre von Beck erstmals in den Partien gegen Halle und Frankfurt (beide 1:0) auf sich aufmerksam. In Frankfurt gelang ihm sein erster Saisontreffer, gegen Aalen (3:0) und in Lotte (3:1) überzeugte der Offensivspieler dann auch an der Seite von Beck und traf in Lotte zum 2:0.

4-4-2 als echte Alternative

Nach der Systemumstellung in der Winterpause vom 3-5-2 auf das 3-4-3 war für ihn allerdings wieder nur Platz, wenn Beck nicht spielte. Bis zum Sonnabend: Das 4-4-2 gegen Großaspach hat sich für Härtel als echte Alternative erwiesen. Wie ein Spiegel der Hinrunde wirkt dabei auch der Aufstieg von Düker, der in den letzten vier Saisonspielen noch mal ganz wichtig werden könnte. „Wichtig ist, dass die Mannschaft gewonnen hat, auch wenn ich zwei gute Chance hatte und gerne getroffen hätte“, betonte er am Wochenende immer wieder. Eine gewisse Erleichterung war bei ihm aber trotzdem unübersehbar. Schließlich wartete er Woche für Woche darauf, endlich wieder die Rolle zu spielen, die ihn Ende des Jahres in den Fokus gerückt hatte. Ein erster Schritt ist Düker gelungen. Jetzt fehlt nur noch ein eigener Treffer.

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