Düker drängt sich beim FCM auf

Beim 1:0 (1:0)-Sieg des 1. FC Magdeburg im Landespokal-Viertelfinale beim Halleschen FC konnte Stürmer Julius Düker überzeugen.

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Magdeburg l Das Landespokal-Derby hat gezeigt, wie breit der Kader des FCM ist. Mit Nils Butzen, Tobias Schwede und Florian Pick standen nur drei Spieler in der Startelf, die in der 3. Liga zuletzt beim 6:1 gegen Aalen von Anfang an dabei waren. Die Akteure aus der zweiten Reihe hatten somit die Möglichkeit, Trainer Jens Härtel zu beweisen, dass ihnen eigentlich mehr Spielzeit zusteht.

Allen voran drängte sich Julius Düker auf, der mit seinem Tor in der 42. Minute das Weiterkommen des Clubs garantierte. „Es war wichtig, dass wir so kurz vor der Halbzeit getroffen und uns belohnt haben“, sagte er. „Wir haben wieder gesehen, wie dicht unser Kader ist. Der Konkurrenzkampf ist groß. Umso wichtiger ist es auch, sich zu zeigen. Ich denke, dass wir das ganz gut gemacht haben.“

Düker bedankt sich bei Ludwig

Die Situation bei seinem Treffer erlebte Düker wie in Zeitlupe. Halles Tobias Müller machte sich auf der Linie vergeblich lang und konnte den Ball des Magdeburger Stürmers nicht mehr klären. „Ich dachte schon, dass der Lupfer reingehen könnte. Als der Abwehrspieler auf der Linie stand, wurde es doch noch ein bisschen eng. Am Ende hat es aber doch geklappt“, freute er sich.

Sein Lauf danach in Richtung FCM-Bank galt einer bestimmten Person: Edel-Reservist Andreas Ludwig. „Andreas war zuletzt mein Zimmerpartner. Er hatte mir Mut zugesprochen, dass ich treffen werde, nachdem es zuletzt nicht geklappt hatte. Deshalb wollte ich ihm das Tor widmen“, sagte Düker. „Er hat momentan keine leichte Zeit, ist aber ein Super-Junge, mit dem ich mich sehr gut verstehe. Solche kleinen Gesten hat er sich einfach verdient.“

Bewerbungsschreiben für mehr Spielzeit

Mit seiner eigenen Leistung gab der 22-Jährige ein Bewerbungsschreiben für mehr Spielzeit in der 3. Liga ab. In Rostock, Paderborn und zu Hause gegen Aalen kam er jeweils nur zu Kurzeinsätzen. „Natürlich will jeder auch in der Liga spielen. Dafür geben wir im Training alles. Es zählt jetzt aber vor allem, noch enger zusammenzustehen, damit wir das große Ziel gemeinsam erreichen“, so Düker.

FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik lobte unterdessen die Einstellung des Teams im Landespokal. „Kompliment an die Mannschaft, die sehr fokussiert aufgetreten ist“, sagte er. „Der Erfolg war unheimlich wichtig, die Qualifikation für den DFB-Pokal ist immer ein Minimalziel. Diesbezüglich wollen wir uns nicht nur auf die Option über die Liga (die ersten vier sind automatisch qualifiziert/d. Red.) verlassen. Es war gut, dass wir mit einem Sieg in die anstehende englische Woche gestartet sind.“

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