Beim verdienten 2:1 des 1. FC Magdeburg bei Fortuna Köln, drängte sich Siegtorschütze Julius Düker in neuer Position als Alternative auf.

Von
Hans-Joachim Malli

Hans-Joachim Malli
Magdeburg l Trainer Jens Härtel hat beim Erfolg in Köln alles richtig gemacht, lässt die Fans der Blau-Weißen wieder kräftig vom Aufstieg träumen und treibt die Erwartungen vor dem Landesderby am Sonnabend gegen den Halleschen FC (14 Uhr/MDR live) zusätzlich in die Höhe. Die Ausfälle der Stammkräfte Philip Türpitz (Wadenprobleme) und Tobias Schwede (Sprunggelenk) hat der Coach personell und vor allem taktisch klug kompensiert.

Auch FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik zeigte sich im Kölner Südstadion nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus zufrieden: „Natürlich ist dieser Sieg ein wichtiger Impuls. Wir wussten ja alle, dass es in den letzten Wochen nicht so optimal lief. Diesmal hat sich die Mannschaft zurückgearbeitet. Gegen Wiesbaden war ein Anfang, das heute war der nächste Schritt. Das Derby gegen den HFC ist ein neues Spiel. Wir wissen schon, dass es sehr schwierig wird. Aber, wir haben ein Heimspiel, und da wollen wir auch wieder gewinnen.”

Zu Saisonbeginn erklärte Kallnik, dass bei Erreichen von 45 Punkten zur Winterpause, er für die zweite Saisonhälfte den Aufstieg als offizielles Ziel kommunizieren würde. Auch Kallnik weiß, dass bei vier noch ausstehenden Spielen in diesem Jahr theoretisch sogar 46 Punkte zum Weihnachtsfest möglich wären, wird aber einen Teufel tun, und Trainer sowie Mannschaft zusätzlich unter Druck zu setzen. Vielmehr gilt weiterhin beim FCM: Wir denken von Spiel zu Spiel.

Als Gewinner konnte sich in Köln neben 1:0-Torschütze und Offensiv-Turbo Michel Niemeyer auch Stürmer Julius Düker fühlen. Die 1,88-Meter-Kante, im Sommer 2016 von Eintracht Braunschweig gekommen, und noch bis 2018 beim FCM unter Vertrag, stand bis zum samstäglichen Gastspiel beim SC Fortuna erst zweimal in der Startelf, kam bis dahin auf nur 240 Einsatzminuten und spielte nur einmal über die volle Distanz. Beim 2:1-Siegtor, sein zweites Meisterschafttor der Saison, stand der lange Blonde goldrichtig am langen Pfosten, musste die Eingabe von Nico Hammann nur einnicken.

„Natürlich war ich froh, diesmal von Anfang an dabei zu sein, das kam diese Saison noch nicht so oft vor. Es ist nicht immer so ganz einfach, wenn man nicht von Anfang an spielt, dass man dann sofort Leistung bringt. Ich war sehr selbstkritisch, war die letzten Wochen nicht so ganz zufrieden mit meiner Leistung. Die Mannschaftsleistung hat auch nicht gepasst und deswegen waren wir wirklich froh und brauchten auch so ein Topspiel mit dem nächsten Dreier, damit wir jetzt wieder voll angreifen”, ließ der Mittelstürmer ein wenig in sein Inneres schauen.

Es soll mehr nach hinten gearbeitet werden

Zur taktischen Marschroute, die Härtel ihm in Köln mit auf den Weg gab, sagte Düker: „Er ist persönlich auf mich gar nicht so sehr eingegangen. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft richtig funktionieren, kompakt stehen, wenig zulassen, vorn kreativ sind. Das geht immer nur zusammen als Mannschaft, und das trichtert er uns ein.” Dann verriet der große Blonde mit den bunten Schuhen aber doch: „Am Sonnabend sollte ich mehr nach hinten arbeiten. Das muss man dann annehmen, wenn der Trainer das von einem verlangt.”

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