Der 1. FC Magdeburg hat beim 1:1 (0:0) im Heimspiel gegen den FSV Frankfurt die große Chance vergeben, drei wichtige Punkte zu holen.

Magdeburg l Dass der FCM auch gegen den bereits abgestiegenen FSV Frankfurt zu Hause vor 17.129 Zuschauern nicht über ein 1:1 hinauskam, war ein schwerer Rückschlag für die eigenen Aufstiegsambitionen. Innenverteidiger Felix Schiller brachte es auf den Punkt: „Wir gewinnen zusammen und verlieren zusammen. Wir haben zwar nicht verloren, es fühlt sich aber so an.“

Kallnik fordert Spaß statt Verkrampfung

FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik betonte zwar nach der Partie, dass im Rennen um den dritten Tabellenplatz noch alles drin ist. Bei allem Wettbewerb dürfe aber die Freude über die Möglichkeiten, die der Verein noch hat, nicht zu kurz kommen: „Fußball soll Spaß machen. Wir dürfen nicht so verkrampft auflaufen, wie das gegen den FSV der Fall war. Die Mannschaft wollte alles geben, am Ende ging aber alles daneben.“ Von Sondermaßnahmen in der entscheidenden Phase hält Kallnik nichts: „Wir werden sicherlich kein Kurztrainingslager planen. Wir gehen jetzt fokussiert unser Ziel an und dies ist der dritte Tabellenplatz.“

Von der verordneten Lockerheit waren die Spieler direkt nach dem Abpfiff natürlich noch ziemlich weit entfernt. Besonders niedergeschlagen war Charles Elie Laprevotte, der mit einem bösen Fehlpass auf Fabian Graudenz das 1:1 einleitete. Graudenz ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, tunnelte Felix Schiller und überwand den insgesamt gut haltenden FCM-Torhüter Leopold Zingerle zum 1:1 (63.). „Das geht klar auf meine Kappe, ich habe die drei Punkte verschenkt. Es ist schade, weil wir nach dem 1:0 gut drin waren“, war Laprevotte untröstlich.

Schöne Kombination vor dem 1:0

Vier Minuten vor dem Aussetzer hatten die Gastgeber durch den Treffer von Christian Beck, der sehenswert von Julius Düker in Szene gesetzt wurde, die Dose eigentlich geöffnet. Schiller merkte kritisch an: „Nach dem 1:1 haben wir ein bisschen den Faden verloren. Wir hätten die Führung länger halten müssen, dann hätten wir Ruhe reinbekommen.“ Die beste Chance für Magdeburg hatte dann mit La‘Vere Corbin-Ong ein Frankfurter, als er den Ball nach einer Flanke von Michel Niemeyer gegen den eigenen Pfosten lenkte (69.).

Keine sonderlich positiven Worte fand FCM-Trainer Jens Härtel im Nachgang für Tobias Schwede, der für Christopher Handke eingewechselt wurde (70.). „Ich hätte mir schon ein bisschen mehr von ihm gewünscht. Seine Flanken waren oft unglücklich. Das war allgemein unser Problem. Bis zur Grundlinie sind wir gerade vor der Pause gut durchgekommen, die Flanken waren dann aber fürchterlich“, sagte der Coach.

Dass einige Anhänger ihren Unmut nach dem Ausgleich sogar mit Pfiffen untermauerten, ließ Außenverteidiger Nils Butzen unterdessen kalt. „Wenn wir das entscheidende Tor gemacht hätten, aber nicht gut spielen, dann ist es mir ziemlich egal, ob einzelne Zuschauer pfeifen“, sagte er.

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