Magdeburg. Heute ist der freie Tag beim 1. FC Magdeburg. Zumindest für die Herren in Fußballschuhen. Ein guter Tag also, um in aller Ruhe die Tabelle zu lesen.

Auch wenn Fußballprofis immer wieder beteuern, nicht auf die Tabelle zu schauen, sondern am besten immer nur von Spiel zu Spiel zu denken, zeigt die Realität etwas anderes. „Man schaut immer auf die Tabelle, wenn man ehrlich ist“, erklärte Maik Franz gerade erst im „mdr“. Er als Assistent der Geschäftsführung beim Drittligisten sowieso, aber auch die Spieler. Der Anblick erscheint auch nach zwei Spielen in der Rückrunde nicht schlechter, nur etwas weniger erfolgversprechend als noch vor Weihnachten.

Im ersten Heimspiel des Jahres am Sonntag gegen den FSV Zwickau war der zweite Platz greifbar, immerhin wurde es wieder der dritte, vor dem Erzrivalen Hallescher FC. Ein 1:1 gegen einen Abstiegskandidaten, das kommt nicht gut rüber, doch es lag nicht nur an einer durchwachsenen Leistung der Magdeburger. „Bitter“, fand das Stürmer Christian Beck, der selbst zwei Mal scheiterte. Die Latte und ein starker Torwart verhinderten etwa sein Erfolgserlebnis. „In der zweiten Halbzeit haben wir sehr gut gekämpft und uns Chancen herausgearbeitet“, stellte Beck heraus.

Das „bitter“ ließe sich auf die erste Halbzeit beziehen, wo der FCM alles andere als einen Aufstiegskandidaten darstellte. Die Form der letzten fünf Spiele der Hinrunde mit fünf Siegen in Folge ist noch längst nicht erreicht. Dem 1:2 bei Fortuna Köln folgte mit dem Remis gegen Zwickau wenigstens der erste Punkt 2017. Durchgang zwei war am Sonntag immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Der gelang Torwart Leopold Zingerle bisher noch nicht. Bei der unglücklichen 0:1-Szene schätzte Zingerle die Situation falsch ein. „Im Fußball geht immer alles schnell“, merkte Franz dazu an. Zingerles Leistung in seinem zweiten Einsatz als neue Nummer eins gilt insgesamt als ausbaufähig.

Die Tabelle sagt es noch nicht aus, doch Assistent Franz weiß, dass dieses Magdeburg um seinen neuen Schlussmann noch nicht das Magdeburg der Hinserie ist. „Wir müssen das Gesicht der Hinrunde zeigen“, sagte Franz schon zur Pause gegen Zwickau. Den Preis für Schönspielerei hätte der FCM auch da schon nicht gewonnen, der kampfstarke und effektive Fußball versprach aber Erfolg.

Wie der FCM spielen soll (oder könnte) deckt sich mit den Eigenschaften des einstigen Ex-Verteidigers: „Mit Leidenschaft, Aggressivität.“ „Das ist unser Spiel.“ Dahingehend war der jüngste Auftritt keine Enttäuschung. Es ist nicht immer der schönste der erfolgreichste Fußball. Am Ende zählen nur die Punkte. Da kann der aus Partie gegen Zwickau vielleicht mal viel Wert sein.

Die Tabelle kann schon nach dem Spiel in Paderborn wieder anders ausschauen.

Von Benjamin Post

Quelle : https://www.az-online.de/sport/altmark-sport/tabelle-luegt-manchmal-7372051.html

Eine Antwort zu “Die Tabelle lügt manchmal”

  1. Braugold-Fan sagt:

    Ich könnte mich schon wieder selber Vögel. Lasst mir mal meine BFC’er in Ruhe, die sind ein ganz humanes Volk. Ich habe etliche von Denen kennen lernen dürfen. Sind mir jedenfalls lieber als Leute wie Oliver. So das musste mal gesagt werden.

    Gouverneur, ich giesse mir jetzt einen hinter die Binde, habe ja sonst nichts.

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