Inmitten der Schneemassen konnte der FCM am Donnerstag zwar mal wieder draußen trainieren, ein neuer Coach war aber nicht dabei.

Von Dennis Uhlemann ›

Magdeburg l Endlich, werden sich die Spieler des 1. FC Magdeburg gedacht haben, durften sie mal wieder auf den Rasen. Wenn auch nur auf den Kunstrasen. Und wenn auch nur auf ein gutes Drittel des Platzes, das geräumt war. Denn die Woche beim Drittligisten war nicht nur aufgrund des Rücktritts von Trainer Thomas Hoßmang am Dienstagabend turbulent, auch das Schneechaos machte den Blau-Weißen zu schaffen. Zuvor standen nur Einheiten in der Halle und im Kraftraum auf dem Programm, am Donnerstag wurden die Trainingsplätze teilweise geräumt – und es ging bei Minusgraden ordentlich zur Sache.

Ein neuer Trainer leitete die Einheit aber noch nicht, sondern Matthias Mincu und Silvio Bankert. Die Co-Trainer von Hoßmang hatten das Team interimsweise übernommen, bis ein Nachfolger gefunden wird. Und diese Suche ging für Sportchef Otmar Schork auch am Donnerstag intensiv weiter. Der Verein hält sich bedeckt. Wenngleich schnell und bestenfalls vor dem Auswärtsspiel bei Türkgücü München am kommenden Montagabend um 19 Uhr ein neuer Trainer präsentiert werden soll, wird Schork auch einen Schnellschuss vermeiden wollen.

Ziegner kein Kandidat mehr

Immerhin ist der neue Kandidat wohl die letzte Chance, den drohenden Abstieg in die Regionalliga noch zu verhindern. Dass am Freitag oder Sonnabend ein neuer Trainer vorgestellt wird, liegt nahe. Doch einen Kandidaten musste der FCM wohl schon von seiner Liste streichen. Torsten Ziegner steht laut „Sport1“ nicht für das Traineramt zur Verfügung. Er soll zwar zu Verhandlungen in der Elbestadt gewesen sein, sehe seine Zukunft aber nicht beim Drittliga-Vorletzten, wie der TV-Sender angab. In der „Mitteldeutschen Zeitung“ war noch zu lesen, dass der Ex-HFC-Trainer eine Anfrage aus Magdeburg „intensiv prüfen“ würde.

Die „Bild“ brachte indes Daniel Stendel ins Spiel. Der ehemalige Coach von Hannover 96, der zuletzt in Schottland und England arbeitete, wurde dem Drittligisten wohl angeboten. Gut möglich aber auch, dass Schork alte Kontakte aufnimmt und Alois Schwartz anruft, mit dem er von 2013 bis 2016 in Sandhausen zusammengearbeitet hat.

Doch während die Trainerfrage weiter mit vielen Fragezeichen versehen ist, gibt es zumindest im Kader einige Fortschritte zu verzeichnen. So ist Adrian Malachowski kurz davor, wieder in die Mannschaft zu rücken. Weil Thore Jacobsen für das Auswärtsspiel in München gesperrt ist, könnte der 22-jährige Pole erstmals seit seiner Leisten-OP im Dezember wieder im Kader stehen. Auch Timo Perthel macht große Fortschritte, ist im Teamtraining schon länger wieder voll integriert.

Bomheuer im Aufbautraining

Dustin Bomheuer war gestern ebenfalls dabei und startete mit Fitnesscoach Lars Mertelmeyer sein Aufbautraining nach einem Kreuzbandriss im Juni 2020. Schon deutlich weiter sind Baris Atik und Luka Sliskovic. Doch für die beiden Offensivspieler wird das kommende Spiel wohl zu früh kommen. Wobei neue Optionen für die Offensive dem Club im Februar guttun würden, denn nach Türkgücü (7.) bekommt es der FCM mit Verl (6.) und Wiesbaden (5.) zu tun.

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