Die Mischung stimmt beim FCM

In der jungen Saison hat sich schon gezeigt, dass Jens Härtel, Trainer des 1. FC Magdeburg, bisher eine gute personelle Mischung fand.

Von

Magdeburg l Jens Härtel packt mit an – auch neben dem Rasen. Als ein Journalist bei der Pressekonferenz am Donnerstag seinen Kaffee verschüttete, half der FCM-Coach spontan beim Aufwischen mit und hatte sichtlich Freude daran.

Gelassen ist Härtel auch vor dem Auswärtsspiel in Münster. „Die Personalsituation hat sich entspannt. Bis auf Charles Elie Laprevotte und Alexander Brunst sind alle dabei“, sagt er. Im Tor wird Jan Glinker stehen, der seine Knieprobleme überwunden hat. Auf der Bank sitzt Mario Seidel. Die Beantragung der Spielgenehmigung für Torwarttrainer Matthias Tischer war nur eine Vorsichtsmaßnahme.

Dass der FCM-Trainer momentan so entspannt ist, liegt vermutlich in erster Linie an der Mannschaft, die er gemeinsam mit Geschäftsführer Mario Kallnik und dessen Assistenten Maik Franz zusammengestellt hat.

Viele Spieler haben sich weiterentwickelt

Die Mischung stimmt beim FCM. Auffällig ist, dass im DFB-Pokal gegen den FC Augsburg (2:0) mit Christopher Handke, Felix Schiller, Nils Butzen, Marius Sowislo, Nico Hammann und Christian Beck sechs Spieler in der Startelf standen, die auch im entscheidenden Relegations-Aufstiegsspiel in Offenbach in der Saison 2014/15 für den damaligen Regionalligisten von Anfang an dabei waren. „Wir sind stolz darauf, dass sich diese Spieler in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt, unsere DNA gefestigt haben und diese auch an die Neuzugänge weitergeben“, sagt Kallnik.

Auf dieses Gerüst greift Härtel immer wieder zurück und die Spieler zahlen dieses Vertrauen zurück. „Die Mannschaft hat gegen Augsburg mit Leidenschaft gespielt und verteidigt. Das wollen die Leute sehen“, betont Härtel. „Wir müssen aber darauf achten, dass wir die Balance halten, weil wir auch gute Spieler auf der Bank haben.“

In der Breite deutlich besser besetzt

Neben den etablierten Spielern haben sich bisher vor allem die Neuzugänge Philip Türpitz und Björn Rother in den Vordergrund gespielt und sind häufig von Beginn an aufgelaufen. Aber auch weitere neue Spieler wie Andreas Ludwig, Felix Lohkemper und Dennis Erdmann drängen in die Mannschaft. „Der Kader ist in der Breite deutlich besser besetzt und wir sind mittlerweile variabler“, so Kallnik. „Wir haben jetzt Jungs im Team, die jeweils für sich den nächsten Schritt einfordern. Es reicht ihnen nicht, nur beim Verein zu sein. Der Druck ist deshalb natürlich hoch, weil jeder spielen will.“ Kallnik betont in diesem Zusammenhang, dass immer der Verein an erster Stelle stehe und einzelne Befindlichkeiten zweitrangig sind. „Wir müssen uns gemeinsam für den 1. FC Magdeburg einsetzen. Deshalb ist es wichtig, dass Spieler Trainerentscheidungen nicht hinterfragen“, fordert der Geschäftsführer. „Wir wollen nicht eine Stammelf haben, die Woche für Woche aufläuft, es geht darum, flexibel reagieren zu können. Die Spieler, die momentan draußen sitzen, werden definitiv noch ihre Einsätze bekommen.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere