Eine Qualität des Drittligisten 1. FC Magdeburg ist in dieser Saison, dass die Mannschaft die engen Spiele häufig für sich entscheidet.

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Manuel Holscher

Manuel Holscher
Magdeburg l Von zwölf Saisonerfolgen verbuchte der FCM sieben mit einem Tor Unterschied. Nur einmal unterlag das Team mit einem Treffer weniger (0:1 in Karlsruhe). Die Partien in Groß-aspach (1:4), Zwickau (1:3) und gegen Unterhaching (0:3) gingen jeweils deutlich an den Gegner. Gegen Wehen Wiesbaden steht bisher das einzige Unentschieden zu Buche (0:0).

Dass der Club in den engen Partien das bessere Ende häufig auf seiner Seite hat, ist auch ein Fortschritt im Vergleich zur vergangenen Saison, als genau diese entscheidenden, knappen Duelle oft verloren oder zumindest nicht gewonnen wurden.

Rother lobt Handke

Zuletzt in Köln und gegen Halle (jeweils 2:1) zahlte sich diese neue Stärke wieder aus. „Wir haben gegen Halle in der Schlussphase alles reingeworfen und bis zuletzt gekämpft. Das ist Mentalität“, sagt Björn Rother. Und: „Christopher Handke konnte wegen eines Krampfes kaum noch stehen, rettet uns aber in der Nachspielzeit, als er auf der Linie klärt. So etwas wünscht man sich natürlich.“ Der Ex-Bremer betont, dass die spielerische Leistung gegen den HFC in der ersten Hälfte gut war, „der Rest war Mentalität“. In Köln sicherte sich der FCM dagegen vor allem über den kämpferischen Einsatz die drei Punkte.

Trotz der bisherigen Erfolge in dieser Saison betont Trainer Jens Härtel, dass es spielerisch noch Luft nach oben gibt: „Wir waren gegen Halle der glückliche Sieger. Es gab ein paar Situationen, die wir schon mal besser gelöst haben und die wir in Zukunft auch wieder besser lösen müssen, wenn wir in der Tabelle oben bleiben wollen.“

Spielaufbau mit Luft nach oben

Gegen den HFC schlugen die Defensivspieler den Ball auffällig oft nach vorne, ohne dass die Kugel letztendlich bei einem Mitspieler landete oder schnell verloren ging. Härtel betrachtet das differenziert: „Das ist immer so eine Sache. Wenn derjenige, der den Ball lang spielt, eine Option hat und der Pass trotzdem nicht ankommt, dann liegt es an ihm. Häufig gibt es diese Optionen aber nicht so, wie wir es uns vorstellen.“

Bei der Videoauswertung werde immer wieder deutlich, dass der Ball lieber noch mal zum Torwart zurückgespielt werden sollte, anstatt ihn gleich nach vorne zu schlagen. „Im Spielaufbau müssen wir uns verbessern“, stellt Härtel klar.

Taktischer Mix gegen Chemnitz

Am Sonnabend (14 Uhr) beim Chemnitzer FC wird der FCM wieder gefordert sein. „Für Chemnitz ist das eine willkommene Aufgabe. Sie wollen unten rauskommen“, sagt der Trainer. Allerdings dürfte der CFC nicht vor Selbstvertrauen strotzen, die vergangenen drei Partien in Münster (0:1), gegen Würzburg (0:3) und in Meppen (2:3) gingen verloren. „Es ist immer ein taktischer Mix. Wir dürfen uns nicht zu sehr nach dem Gegner richten. Das könnte als Schwäche ausgelegt werden“, so Härtel.

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