Volksstimme vom 20.11.2015
Autor: Thomas Juschus

Hebisch, Hainault und Farrona-Pulido zurück / Großaspach ist die Heimat von Andrea Berg

Magdeburg l Ein Großteil der Pressekonferenz des 1. FC Magdeburg drehte sich wieder um das Thema Verletzungen und Ausfälle beim Drittligisten. „Jeder Spieler, der uns fehlt, schmerzt. Aber wir wollen das nicht thematisieren und jammern“, sagte Trainer Jens Härtel – getreu dem Andrea-Berg-Hit „Die Gefühle haben Schweigepflicht“. Passend dazu reist die Mannschaft am Sonnabend zur SG Sonnenhof Groß-aspach (Mechatronik-Arena, 14 Uhr, Livestream auf swr.de).

Uli Ferber, Ehemann von Schlager-Königin Andrea Berg sowie Manager von Stürmerstar Mario Gomez, lebt in Großaspach und hat mit der SGS in den vergangenen Jahren ein kleines Fußball-Wunder geschafft – eine Nummer kleiner als bei der TSG Hoffenheim mit Mäzen Dietmar Hopp, aber durchaus vergleichbar. Zweimal im Jahr ist die Mechatronik-Arena auch richtig rappelvoll – wenn Ferbers Ehefrau Andrea Berg auftritt. Beim „Heimspiel“ 2015 versammelten sich im Juli an zwei Abenden über 30 000 Fans im schnuckeligen Stadion. Am Sonnabend dürfte es dagegen deutlich beschaulicher zugehen: Andrea Berg ist nicht vor Ort, singt stattdessen in der „Schlagernacht des Jahres“ in der Mercedes-Benz-Arena in Berlin. Deshalb wäre es auch nicht überraschend, wenn die FCM-Fans auswärts erstmals in der Überzahl wären beim Spitzenspiel zwischen Tabellendritten und -fünften.

Sportlich soll natürlich der erste Auswärtssieg her, mithelfen können die zuletzt angeschlagenen Nicolas Hebisch, André Hainault und Manuel Farrona-Pulido. Ein Fragezeichen steht weiter hinter Jan Löhmannsröben (Milz), nicht dabei sind wohl Lars Fuchs (Haarriss) und sicher nicht Ryan Malone, Michel Niemeyer und Felix Schiller. „Die Physis der Mannschaft stimmt, wir haben kaum muskuläre Probleme. Gegnerkontakt kann man aber nie ganz ausschließen. Wichtig ist, dass andere Spieler diese Lücken schließen“, verkündete Härtel dann noch.

Seit dem Abgang von Nico Hammann im Sommer ist übrigens die Position des DJ in der Mannschaft verwaist. Der Verteidiger hatte nach wichtigen Siegen seine Kollegen oft mit „Ballermann-Hits“ beschallt. „Jetzt macht es mal der oder der. Andrea-Berg-Songs sind nicht dabei“, versicherte Niklas Brandt. „Ich denke sogar, die meisten in der Mannschaft kennen die nicht mal.“ Der Trainer kann überhaupt nicht so viel mit Musik anfangen („Ich lese lieber ein Buch.“). Sein Motto „100 Prozent“ wird also sicher nicht gespielt – auch, weil es von Helene Fischer ist.

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