Volksstimme vom 28.11.2015
Autor: Uwe Tiedemann
FCM-Youngster hofft gegen Stuttgart II auf 15. Drittliga-Einsatz

Wenn der FCM am heutigen Sonnabend (14 Uhr) den VfB Stuttgart II erwartet, hofft der Jüngste im Team, Tarek Chahed, auf seinen 15. Drittligaeinsatz. Ein Bankdrücker ist der 19-Jährige schon lange nicht mehr.

Magdeburg l Seit Anfang dieses Jahres, als Chahed überraschend mit ins Winter-Trainingslager nach Spanien reisen durfte, geht es beim gebürtigen Berliner stetig bergauf. Nach ersten „Gehversuchen“ in der Regionalliga folgten der Aufstieg und regelmäßige Einsätze in der 3. Liga. Insgesamt lief er genau 801 Minuten für die Elbestädter auf.

„Das Ganze kommt mir manchmal immer noch wie ein Traum vor. Ich bin noch so jung und habe schon so viel erlebt“, sagt Chahed, der sein Profidebüt gleich am ersten Spieltag beim 2:1 gegen RW Erfurt feierte, als er eine Viertelstunde vor Schluss für Nicolas Hebisch eingewechselt wurde.

Nun heißt der Gegner VfB Stuttgart II. „Eine technisch begabte, schnell spielende Mannschaft“, glaubt Chahed, der total „heiß“ auf das Match ist. Die erneut große Kulisse macht den Youngster (Vertrag bis 2017) dabei keineswegs nervös: „Ich finde es überragend, wenn man vor so vielen Zuschauern auf dem Platz steht und gepusht wird. Das ist Motivation pur, kein Druck.“

Dabei bleibt der 1,84 Meter große Mittelfeldspieler stets bescheiden, aber ebenso keine Antwort schuldig, wenn es um seine Ziele geht. „Ich weiß, dass ich noch robuster werden und ein, zwei Kilo zulegen muss. Auch fußballerisch muss ich mich noch verbessern, ebenso beim Kopfballspiel. Aber ich bin froh, dass ich in meinem Alter schon so viele Erfahrungen sammeln durfte“, erzählt der 19-Jährige, der sich durchaus „zutraut, irgendwann in der zweiten Liga oder sogar ersten Liga zu spielen“.

Vorbild ist der Dortmunder Pierre Aubameyang

Hat er da ein bestimmtes Vorbild? „Ja, Pierre-Emerick Aubameyang von Borussia Dortmund“, verrät Chahed. Eine gewisse Ähnlichkeit ist in der Tat nicht von der Hand zu weisen. „Nur an meinem Haarschnitt muss ich noch ein wenig feilen“, sagt das Nachwuchstalent in Anlehnung an die diesbezüglichen Ex- travaganzen des gabunischen Nationalkickers lachend.

Doch all das ist Zukunftsmusik. Zunächst hofft Chahed, der seine Stärken in der Athletik, Ausdauer und Schnelligkeit sieht, auf seinen 15. Einsatz und siebten Heimsieg der Elbestädter: „Dass wir so gut gestartet sind, hat kaum einer erwartet. Aber jetzt wollen wir natürlich nachlegen.“

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