Die zweite Liga beginnt wie gewohnt eine Woche nach dem Start der erste Bundesliga nach der Winterpause – aber gleich direkt mit einer „Englischen Woche“. Ein paar Tage länger Zeit also auch für die Mannschaft des 1. FC Magdeburg, um sich auf den Abstiegskampf vorzubereiten. Nach einer ernüchternden Hinrunde steht das Team von Trainer Michael Oenning zurzeit auf einem Abstiegsplatz. Doch die Verantwortlichen haben die Situation genau analysiert und sind im Winter nicht untätig geblieben. Wir schauen, was sich beim FCM getan hat.

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Trainerwechsel trug bisher keine Früchte

Nachdem es Trainer Jens Härtel in dieser Saison nicht geschafft hat, den Aufsteiger in der zweiten Liga zu akklimatisieren und den FCM auf Kurs zu bringen, wurde der Übungsleiter nach einer Pleitenserie im Herbst und endgültigen Heimniederlage gegen Regensburg am 13. Spieltag entlassen. Leider schaffte es sein Nachfolger Michael Oenning bisher nicht, mit der Mannschaft einen Dreier einzufahren. Zwei Unentschieden gegen Bochum und Union Berlin waren das Höchste der Gefühle. Zum Hinrundenabschluss gab es dann zwei deftige Packungen gegen St. Pauli und Köln. Die letzteren sind mit einer Betway Quote von 1,14 auf jeden Fall einer der Favoriten auf den Aufstieg. Spätestens nach der Niederlage gegen den FC Köln war man sich einig, dass die Winterpause zum richtigen Zeitpunkt gekommen war und das Wintertransferfenster Veränderung bringen muss.

Verstärkungen sollen für Stabilität sorgen

Direkt zum Jahresbeginn konnten die Verantwortlichen die ersten beiden Neuzugänge präsentieren. Mit Jan Kirchhoff gelang es, einen prominenten Namen zu verpflichten. Der ehemalige Spieler von Bayern München war nach einem kurzen Engagement bei den Bolton Wanderers zuletzt vereinslos und wurde mit einem Vertrag bis Saisonende ausgestattet. Mit 28 Jahren ist Kirchhoff im besten Fußballeralter. Seine Erfahrung soll Sicherheit und Stabilität in die Magdeburger Hintermannschaft bringen.

Zeitgleich wurde mit Timo Perthel ein weiter Neuzugang für die Defensive vorgestellt. Der 29-jährige kommt vom Ligakonkurrenten VFL Bochum und spielt in der Position des Linksverteidigers. In dieser Saison kommt er bisher auf neun Einsätze und könnte in der Viererkette für Entlastung sorgen.

Doch nicht nur in der Defensive wurde beim FCM aufgerüstet. Nur zwei Tage nach der Verpflichtung von Kirchhoff und Perthel wurde bekanntgegeben, dass Steven Lewerenz nach seiner Vertragsauflösung bei Holstein Kiel nun in Magdeburg anheuern wird. Der Linksaußen soll dank seines Tempodribblings für Action in der Offensive sorgen. Zusammen mit Perthel könnte er die neue linke Flanke der Magdeburger bilden. Veränderungen in der Staraufstellung sind auf jeden Fall nicht unwahrscheinlich.

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Nachdem man sich einvernehmlich vom Sommerneuzugang Jasmin Fejzic trennte, wurde mit dem georgischen Nationalkeeper Giorgi Loria auch auf der Torwartposition nachgerüstet. Der 32-jährige hat bereits Erfahrung in der Champions League und Europa League gesammelt und soll ein verlässlicher Ersatz für Stammkeeper Alexander Brunst werden. Sogar der FC Chelsea war seinerzeit an Loria dran.

Talente werden verliehen

Neben den vier Neuzugängen sind allerdings auch Abgänge zu vermelden. Die beiden Talente Abu Hanna und Harant haben beispielsweise im Abstiegskampf nicht die allerbesten Aussichten auf Einsatzzeiten. Aus diesem Grund wurde Philipp Harant bis zum Ende der Saison nach Halberstadt verliehen. Schon im Sommer fragte der Regionalligist an, allerdings lehnte Harant zunächst ab. Bei der Germania wird auf ein paar alte Bekannte zu treffen sein. Mittlerweile ist er der fünfte Spieler im Kader mit Vergangenheit beim 1. FC Magdeburg.

Auch Joel Abu Hanna wird bis zum 30. Juni an Fortuna Köln ausgeliehen. Gegenüber transfermarkt.de zeigte sich Fortuna Trainer Kaczmarek erfreut: „Zuletzt ist seine Entwicklung ein wenig ins Stocken geraten, er bekam keine Einsatzzeiten. Davon profitieren wir jetzt, denn bei uns kann er wieder die nötige Spielpraxis sammeln. Er ist ein Linksfuß und kann in der Abwehr mehrere Positionen bekleiden. Das sorgt für mehr Flexibilität. Denn er ist in der Lage, in einer Dreier- wie auch Viererkette zu spielen“, wird der Trainer von dem Internetportal zitiert.

Oenning ist vom Klassenerhalt überzeugt

Obwohl auch unter dem neuen Trainer Michael Oenning der Knoten bisher noch nicht platzte, ist sich der ehemalige Coach des HSV sicher, mit seiner Mannschaft die Klasse zu halten. Bereits bei seiner Verpflichtung war er vom Klassenerhalt überzeugt und unterstrich sein Vertrauen in den Kader. Nach den Feinjustierungen in der Winterpause kann Oenning nun zeigen, was in der Mannschaft steckt. Der gebürtige Westfale konstatierte, dass seine Jungs mittlerweile viel mutiger auftreten und in der Rückrunde die nötigen Punkte einsammeln werden. Der Region Magdeburg mit seinen enthusiastischen Fans wäre es auf jeden Fall zu wünschen, dass der FCM die Klasse hält.

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