von: MICHAEL NOWACK

Wieder kein Sieg! Der 1. FC Magdeburg bleibt das heimschwächste Team der 2. Liga, legte aber beim 1:1 (1:0) gegen Aufstiegskandidat Union Berlin eine Topleistung hin und verschenkte nach hinten raus zwei sichere Punkte.

Nicht zum ersten Mal. 23 149 Fans gingen mit diesem Gefühl nach Hause. Wenn das so weitergeht, ist die 2. Liga nicht zu halten.

Dabei sah beim 9. Anlauf alles nach dem ersten Heimsieg aus! Magdeburg zerlegt Union vor der Pause regelrecht, weil Rechtsverteidiger Müller, Linksaußen Niemeyer und im Zentrum von Preißinger, Laprevotte, Türpitz nach vorn kurbeln. Union vom Vollgas-Fußball beeindruckt. Berlin-Coach Urs Fischer: „Da hatten wir kaum Zugriff aufs Spiel.“

Türpitz (4.) hat den ersten Riesen, doch Hübner blockt ab. Dann hält Torwart Gikiewicz sensationell gegen Bülter, Preißinger (29.) und Lohkemper (32.).

Doch dann kracht’s endlich. Preißinger schickt Beck und der verwandelt eiskalt zum hochverdienten 1:0 (39.). Traumpässe, Kombinations-Fußball und gnadenloses Tempo – das war die wohl beste Halbzeit des FCM in der Saison.

Dann der tragische Moment: Niemeyer, geht nach einem Kopftreffer zu Boden, hatte zuvor auch Adduktorenprobleme. Trainer Michael Oenning muss wechseln, bringt Costly (58.). Der FCM kurz unsortiert und kassiert durch Einwechsler Gogia den 1:1-Ausgleich (65.). Erdmann hat das 2:1 auf dem Kopf, zielt aber nach Bülter-Flanke zu hoch.

Oenning: „Der Wechsel sorgte kurz für Unruhe. Und natürlich muss man darüber reden, ob das Gegentor zu verteidigen war. Aber ich bin stolz auf meine Jungs.“

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