Der FCM kann erneut nicht gewinnen

Das 3:3 (0:1) zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem MSV Duisburg hatte einiges zu bieten. Was fehlte war erneut ein Sieg des FCM.

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Magdeburg l Am Ende sanken die FCM-Spieler zu Boden. In einer furiosen zweiten Halbzeit hatte die Mannschaft alles gegeben, ging zweimal in Führung, musste sich gegen Duisburg beim 3:3 aber wieder nur mit einem Punkt begnügen.

Im Vergleich zu anderen Fanszenen verzichteten die FCM-Ultras fast komplett auf den angekündigten Stimmungsboykott als Kritik an der aus ihrer Sicht verfehlten Politik des Deutschen Fußball-Budnes (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL). Nur knapp zwei Minuten blieb es still. Das hatte einen Grund: Zu wichtig war das Kellerduell mit dem Tabellenletzten Duisburg für den FCM.

So war es beim Club stimmungsmäßig wie immer. Das hätte der Mannschaft eigentlich helfen müssen. Die Realität sah in der ersten Halbzeit aber ganz anders aus. Der Club war verunsichert, in der Defensive teilweise erschreckend ungeordnet.

Trainer Jens Härtel verzichtete erneut auf Dennis Erdmann und ließ den in Paderborn schwachen Romain Brégerie als Abwehrchef auflaufen. Für den frischgebackenen Vater Christian Beck lief Felix Lohkemper auf. Beck saß aber auf der Bank. Außerdem durften Christopher Handke für Tobias Müller und Björn Rother für Aleksandar Ignjovski ran.

Schwung aus Paderborn

Der FCM wollte eigentlich Schwung aus dem Paderborn-Spiel (4:4) mitnehmen, das gelang aber zunächst überhaupt nicht. Im Gegenteil: In der 19. Minute ging Duisburg in Führung. Tobias Wolze setzte sich gegen Nils Butzen und Marcel Costly durch, passte zu Stürmer Stanislav Iljutcenko, der per Flachschuss zur Gästeführung traf.Die Magdeburger waren von der Rolle. Bezeichnenderweise machten sich Beck und Philip Türpitz bereits nach 39 Minuten warm und warteten auf ihre Einwechslung.

Zur Halbzeit war es dann soweit, Beck kam für Lohkemper.  Zudem wurde Türpitz für Niemeyer eingewechselt (59.).  Diese Wechsel machen deutlich, wie groß der Druck bei diesem Spielstand auf Härtel war, schließlich wechselt der Trainer sonst fast nie vor der 60. Minute.

Beide Stürmer spielten sofort eine Hauptrolle: Nachdem  ein Balljunge das Spiel schnell gemacht hatte bekam Bülter die Kugel, lief bis zur Grundlinie und passte in die Mitte. Dort stand Beck und traf zum Ausgleich. Der 30-Jährige bejubelte sein erstes Tor als Vater mit dem Daumen im Mund (62.). Mindestens 20 Prozent des Tores gehörten aber dem Balljungen.

Es ging Schlag auf Schlag weiter: Nach einem Foul an Butzen gab Schiedsrichter Daniel Schlager Freistoß. Türpitz legte sich den Ball zurecht, nahm Anlauf und verwandelte direkt (64.). Die Stimmung im Stadion war jetzt euphorisch, Härtel lag mit seinen Wechseln goldrichtig.

Doch die Freude hielt nur kurz: In der 66. Minute hatten diesmal die Duisburger einen Freistoß. Der starke Wolze verwandelte aus 25 Metern, Club-Torhüter Alexander Brunst kam zu spät. Der Puls der Fans wurde weiter strapaziert. Nach einer Butzen-Ecke traf Handke zur erneuten Führung (84.). Doch Duisburg bewies Moral und kam durch Lukas Daschner noch zum 3:3 (88.).

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