Abgeleitet wurde der Begriff „Croupier“ von dem französischen Wort „croupe“ und dieses bezeichnet das Hinterteil eines Pferdes, die sogenannte Kruppe. Ursprünglich wurden somit die Personen als „Croupier“ bezeichnet, die während einer Spielsitzung mit extra Bargeldreserven hinter einem Spieler standen. Erst später wurde dann daraus der heute bekannte Beruf.

Die Geschichte des Croupiers

Der Tailleur war der Vorläuferberuf des Croupiers. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts fungierte dieser als Teilhaber einer Spielbank und war ebenfalls an den Spieltischen tätig. Zudem war er am Ertrag beteiligt. Später, ab dem 19. Jahrhundert, diente dieser nur noch als Geldgeber. Dadurch wurden an den Spieltischen Mitarbeiter benötigt – die Croupiers.

Als nach der Reichsgründung 1872 das öffentliche Glücksspiel in Deutschland verboten wurde, ergaben sich für die Croupiers keine legalen Beschäftigungsmöglichkeiten mehr. Erst 1933, als die Casinos wieder eröffnet wurden, gab es wieder Bedarf an Spielbankangestellten.

Als immer mehr Spielbanken eröffnet wurden, verlor der Beruf des Croupiers ab den 1970er Jahren seine Exklusivität und näherte sich dem Status einer „normalen Tätigkeit“.

Ist Croupier ein Traumberuf?

Eines ist sicher, die Welt des Glücksspiels ist Entertainment pur. Es ist für viele Spieler ein absolutes Abenteuer und der Nervenkitzel beim Spiel fasziniert. Die Casinos haben sich mittlerweile in der Gesellschaft etabliert und sind einfach nicht mehr aus den Freizeitbeschäftigungen wegzudenken. Doch hinter den Kulissen ist die Welt nicht so rosig, wie es so mancher denkt. Denn es gibt bei den Online Casinos eine klare und strikte Hierarchie.

Die streng standardisierten Handgriffe müssen sitzen und in den Casinos sind die Aufgaben eines jeden Mitarbeiters klar verteilt. Natürlich sind in den Online Casinos keine Croupiers beschäftigt, aber dennoch gibt es sie dort. Namhafte Provider wie Evolution Gaming streamen zum Beispiel Tische mit Live Roulette, an denen Croupiers tätig sind.

Wer Glück hat, der kann sich sogar einen entsprechenden Bonus im Live Casino sichern, mit dem er die ersten Spiele mit einem geringeren finanziellen Risiko vornehmen kann. Ansonsten können Spieler auch in einigen virtuellen Spielhallen einen Bonus in Höhe von 5 Euro ohne Einzahlung erhalten, um so mit etwas Glück die ersten Echtgeldgewinne zu erzielen. Immer wieder bietet ein Internet Casino solch attraktive Bonusangebote an.

Welche Tätigkeiten hat ein Croupier inne?

Eines kann mit Sicherheit behauptet werden: Es handelt sich um einen exotischen Beruf. Der Croupier hat eine wichtige Rolle in der Spielbank inne und er ist es, der im Blickpunkt des Publikums steht.

Vom Croupier wird die Leitung von Glücksspielen wie Poker, Blackjack, Roulette und Baccarat übernommen. Die Tätigkeiten unterscheiden sich jedoch je nach Spiel. Beim Roulette gibt es die Kopf-, Dreh- und Wurfcroupiers oder die sogenannten Saladiers. Andere Croupiers hingegen haben sich auf ein bestimmtes Spiel spezialisiert.

Mit dem Rateau sammelt der Croupier die Spielchips ein und ordnet diese nach Anweisung der Gäste. Die Kugel wird beim Roulette vom Croupier in den sich bereits drehenden Kessel geworfen und am Ende rechnet er im Kopf die Gewinne aus und zahlt diese mit den Jetons aus. Zudem erklärt er den Spieler die Regeln, berät sie oder schlichtet, wenn es zu Diskussionen oder Streitigkeiten kommt.

Darüber hinaus gehört die Vorbereitung der Spieltische zu den Aufgaben des Croupiers. Täglich müssen die Jetons vorsortiert und die Spielkarten auf Markierungen oder Vollständigkeit geprüft werden. Zu den Grundvoraussetzungen zählen Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit.

Die Arbeit in einer Spielbank ist noch immer von einer gewissen Aura umgeben. Denn die Kundschaft ist hin und wieder eher exklusiv. Beim Croupier handelt es sich um einen Servicemitarbeiter der Spielbank, das Anrüchige ist daher mittlerweile verflogen. Wichtig ist, dass jeder, der Croupier werden möchte, gut mit Menschen umgehen kann und über ein gepflegtes Äußeres verfügt.

Die Ausbildung zum Croupier

Bei der Ausbildung zum Croupier handelt es sich nicht um eine staatlich anerkannte Ausbildung, sondern es gibt extra Lehrgänge, die Interessierte besuchen können. Diese Lehrgänge können bis zu acht Wochen laufen und werden von den Spielbanken angeboten. Als Erstes werden die Teilnehmer mit den Spielregeln vertraut gemacht und darüber hinaus trainieren sie ihre Fingerfertigkeit.

Allerdings können die Lehrgänge, die in Teilzeit angeboten werden, sogar bis zu 24 Monate dauern, wobei es während dieser Zeit keine Vergütung gibt. Zwischen- und Abschlussprüfungen gibt es je nach Casino, bei denen überprüft wird, wie geschickt der Teilnehmer mit den Karten und Jetons umgeht, wie gut er sich Dinge merken kann und wie der das Spiel leitet. In der Regel wird erwartet, dass die angehenden Croupiers mindestens 21 Jahre alt sind und darüber hinaus wird ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt.

Besonders gut kommt es an, wenn der angehende Croupier einen Hang zum Entertainer hat. Denn schließlich ist es seine Aufgabe, für die Spieler eine angenehme Spielatmosphäre zu schaffen. Dazu gehört es auch, Unterhaltung zu bieten. Sind die Gäste zufrieden, dann zahlt sich dies für den Croupier aus, denn das Gehalt besteht auch aus Trinkgeldern.

Wie ist es um Aufstiegschancen bestellt?

Bei der Berufsbezeichnung Croupier handelt es sich, wie bereits erwähnt, nicht um einen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf. Allerdings gibt es Weiterbildungen von den Handelskammern mit dem Abschluss „geprüfter Croupier/geprüfte Croupiere (IHK)“. Der Zusatz als Drehcroupier kommt später hinzu.

Nach einer entsprechenden Schulung und Prüfung kann der Croupier nach rund fünf Jahren Berufserfahrung zum stellvertretenden Tischchef aufsteigen und nach rund zehn Jahren zum Tischchef, sofern dieser alle Bereiche beherrscht. Weitere Aufstiegschancen sind stellvertretender Saalchef, Saalchef, technischer Leiter oder Direktor. Allerdings können zwischen 25 und 30 Jahre vergehen, bis die Beförderung zum Saalchef erfolgt.

Die Vergütung

Das Tarifsystem, nach dem die Bezahlung der Croupiers erfolgt, ist kompliziert. Zwar wird ein Mindestgehalt ausgezahlt, doch der eigentliche Lohn richtet sich nach den Troncgeldern. Bei dem Tronc handelt es sich um den Anteil, den die Gäste freiwillig von ihren Gewinnen abgeben. Somit ist der Tronc vergleichbar mit der Zahlung eines Trinkgeldes. Ausgezahlt wird nach einem Punktesystem und hier spielt die Betriebszugehörigkeit eine Rolle. Aufgrund dessen, dass die Höhe des Troncs stetig wechselt, sind die Gehälter der Croupiers immer wieder unterschiedlich hoch.

Im Laufe der Zeit hat sich das Publikum in den Casinos geändert. Das heißt, dass nicht nur die Schönen und Reichen dort Spielen und entsprechend den Tronc großzügig füllen. Sondern heute sind es die „normalen Spieler“, die ihre Zeit bei Roulette, Blackjack und Co. verbringen. Deren Beteiligung am Spiel wirft jedoch nicht so hohe Trinkgelder ab.

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