Franz mit nächstem Coup: Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg angelt sich prominenten Scout

Magdeburg. Der Saisonstart war mäßig, die Stimmung durchwachsen, doch inzwischen hat der 1. FC Magdeburg in der 3. Liga die Kurve bekommen und nach drei Siegen in Serie sogar den Kontakt zur Aufstiegszone hergestellt. Die 2.

Bundesliga ist für die Blau-Weißen plötzlich in Reichweite, wenngleich sie natürlich von offizieller Seite noch lange nicht als Ziel formuliert wird.

Der Schritt in die Zweitklassigkeit, er wäre das nächste Kapitel der jüngsten Magdeburger Erfolgsgeschichte, doch er würde auch die weitere Professionalisierung der Vereinsstrukturen erfordern. Genau daran arbeitet seit nunmehr knapp einem Jahr Maik Franz, der „nur“ Assistent der Geschäftsführung ist, in Zukunft aber zum Sportdirektor aufgebaut werden soll. Das breite Netzwerk des ehemaligen Bundesliga-Profis möchte der 1. FC Magdeburg zur Verbesserung des Scoutings und der Transferpolitik nutzen. Erste Früchte trug die Personalie Franz bereits in der Vorsaison, als Verteidiger David Kinsombi von Franz’ Ex-Klub Karlsruher SC ausgeliehen wurde.

Vor kurzem hat der kommende Sportdirektor nun ein weiteres Mal seine Kontakte spielen lassen und einen prominenten Namen für die FCM-Familie gewonnen. Demnach ist der ehemalige tschechische Nationalspieler und Bundesliga-Angreifer Martin Fenin zukünftig beim aktuellen Drittliga-Fünften für das Spielerscouting auf dem tschechischen und slowakischen Markt zuständig. „Natürlich können wir auch tschechische Berater anrufen, die können uns dann was vom Pferd erzählen. Aber wenn ich Martin frage und er mir sagt, dass der Spieler sportlich zu uns passt und wir alle charakterlichen Hintergründe kennen, an die wir sonst nur schwer herankommen würden, kann ich mich zu einhundert Prozent darauf verlassen“, erklärte Franz seinen Coup in der Mitteldeutschen Zeitung. Fenin und Franz liefen in der Bundesliga zwei Jahre gemeinsam für Eintracht Frankfurt auf und haben den Kontakt seitdem nie abreißen lassen. Auf eine hauptamtliche Anstellung beim 1. FC Magdeburg kommt es dem 29-jährige Tschechen bei seinem Engagement nicht an. Er wolle „nur Teil des FCM sein“, erklärte der vereinslose Angreifer, der in der Vorsaison beim Chemnitzer FC fristlos gekündigt worden war.

Positives gibt es auch von Tobias Schwede zu vermelden. Der Mittelfeldmann lief am vergangenen Wochenende zum 15. Mal in dieser Saison für den 1. FCM auf, was die automatische Verlängerung seines Vertrages bis zum 30. Juni 2018 zur Folge hatte. Vielleicht kann sich Schwede bis dahin ja auch schon Zweitliga-Spieler nennen.

Von Tobias Haack

http://www.az-online.de/sport/altmark-sport/netzwerk-waechst-7077927.html

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.