Gnadenloser Konkurrenzkampf beim 1. FC Magdeburg. Nirgendwo tobt er härter, als im Tor. Nach der Ansage von Trainer Jens Härtel (47): „In der Winterpause werden die Karten um die Nummer 1 neu gemischt“, nahm BILD Jan Glinker (32) und Leopold Zingerle (22) am Strand von Novo Sancti Petri ins Kreuzverhör.

BILD: Stellen Sie sich vor, morgen ist Rückrundenstart bei Fortuna Köln. Wer steht in der Kiste? Glinker: „Na, ich! Die Leistungen der Hinrunde sprechen für mich. Und ich habe auch hier im Test gegen Karlsruhe überzeugt.“

Zingerle: „Ich hoffe, dass ich es bin. Es stimmt, dass Jan bisher als Nummer 1 überzeugt hat. Doch der Trainer hat die Frage neu gestellt. Das gibt mir einen zusätzlichen Kick.“

BILD: Sie haben beide das Zeug zur Nummer 1, die Frage ist aber, wie lange Sie sich als Nummer 2 auf die Bank setzen lassen?

Zingerle: „Wenn ich den Sprung ins Tor bis zum Sommer nicht geschafft habe, muss ich darüber nachdenken, was ich danach tue. Die Argumente, meinen Vertrag in Magdeburg zu verlängern, sind dann nicht besonders überzeugend.“

Glinker: „Ich habe ja noch Vertrag bis 2018. Aber ob ich ihn als Nummer 2 erfüllen würde, steht in den Sternen.“

BILD: Bei aller Konkurrenz. Wo sieht der Eine den Anderen auf einer Sympathie-Skala?

Glinker: „Höchstwert für Leo! Ich war schon in ähnlichen Situationen und habe mit meinem Konkurrenten kein Wort gesprochen. Egal, wie es ausgeht. Wir haben Respekt voreinander.“

Zingerle: „Jetzt hast du mich aber unter Druck gesetzt. Ja, du bist auch ein super Typ mit coolen Sprüchen. Zwischen uns gibt es keine Probleme.“

BILD: Auf der Torhüterposition ist der FCM schon doppelt zweitligareif besetzt. Ist der Aufstieg drin?

Zingerle: „Es wird schwer, noch mal so eine Sensationsserie hinzulegen. Den Willen haben wir. Aber versprechen werden wir nichts.“

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