Das FCM-Problem mit den Gegentoren

Sie bringen sich selbst um den Erfolg. Der 1. FC Magdeburg kassiert zu viele Gegentore in der 2. Bundesliga.

Magdeburg (dpa) l Selbst der Tabellenletzte traf dreimal gegen den 1. FC Magdeburg. Die Masse an Gegentoren ist für den ebenfalls immer noch sieglosen Aufsteiger längst zu einem großen Problem geworden in seiner ersten Saison in der 2. Fußball-Bundesliga geworden. 4:4 am vergangenen Sonntag beim SC Paderborn, 3:3 am Mittwochabend vor heimischer Kulisse gegen den MSV Duisburg. Eine gefühlte Niederlage nach einem gefühlten Sieg, meinte Magdeburgs Trainer Jens Härtel.

Auch mit defensiver Robustheit und Stabilität hatte sich der FCM in der vergangenen Saison den Weg zur Meisterschaft in der 3. Liga und damit den erstmaligen Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse geebnet. 32 Tore hatten Härtels Spieler in 38 Spielen zugelassen. Nach sieben Spielen in dieser Saison kommt der 1. FCM bereits auf zwölf Gegentore. Kampfgeist, Moral und die eigene Torausbeute können so nicht belohnt werden.

„Wir haben wieder zu einfache Tore bekommen“, sagte Verteidiger Christopher Handke nach dem Remis gegen den MSV: „Kleinigkeiten werden in dieser Liga sofort bestraft und darum gucken wir jetzt ein bisschen doof aus der Wäsche.“

Es mangelt bisweilen an der Durchsetzungskraft in den Zweikämpfen. Hinzu kommen andere Patzer. Gegen Duisburg wirkte die linke Abwehrseite nicht sicher. Ein konzeptionelles Problem sieht der Härtel nicht, er sprach nach der Partie von individuellen Fehlern.

Dass die Magdeburger seit drei Spielen trotz Sieglosigkeit ungeschlagen sind, konnte nach dem bitteren Ausgleich der Gäste in der 88. Minute niemanden bei den Gastgebern wirklich trösten. „Das fühlt sich ganz und gar nicht so an wie in Paderborn“, sagte Kapitän Nils Bautzen. Immerhin erzielten die Gäste aus Duisburg gegen den 1. FCM in einem Spiel so viele Tore wie in den vorangegangenen sechs Partien zusammen.

Viel Zeit, den Auftritt zu verarbeiten bleibt den Magdeburgern nicht. Was aber auch gut sein kann: Denn schon am Sonntag bietet sich die nächste Chance auf den ersten Sieg. „Wir brauchen wieder etwas mehr defensive Stabilität, dann sollte es auch klappen mit einem Dreier in Sandhausen“, sagte Butzen.

Dort trifft der Tabellen-15. nach einem Negativ-Erlebnis auf den Tabellen-16. der seinerseits am Mittwoch die sieglose Zeit beendete durch einen 2:0-Erfolg beim FC Erzgebirge Aue. Vor dem Duell kommen Sandhausen und Magdeburg jeweils auf fünf Punkte – nur, dass die Magdeburger diese alle einzeln durch fünf Unentschieden sammelten. Hoffnung könnte der Mannschaft von Härtel immerhin machen, dass die Sandhausener mit gerade mal vier Treffern in sieben Spielen die schwächste Quote in der Liga aufweisen.

Eine Antwort zu “Das FCM-Problem mit den Gegentoren”

  1. voboe66 sagt:

    Das Problem in der Defensive ging los als Härtel Erdmann aus der Abwehr Mitte genommen hat.. 7 Tore in 2 Spielen sagt alles…

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