Volksstimme vom 07.11.2015
Autor: Thomas Juschus
Ryan Malone steht zurzeit im Brennpunkt / US-Boy ist zufrieden

Magdeburg l Zuletzt spielte Ryan Malone beim 1. FC Magdeburg zweimal von Beginn an, gegen Wehen-Wiesbaden köpfte er das wichtige 1:0-Siegtor, und bei Spitzenreiter Dresden machte sein Tor zum 2:3 das Spiel nochmals für einige Minuten spannend. Andererseits verschuldete der US-Boy den Elfmeter von Dynamo zum 1:0 und grätschte beim 2:1 von Pascal Testroet als letzter Mann ins Leere. An Malone scheiden sich momentan die Geister. Vor der Serie wurde der 23-Jährige als „Experiment“ verpflichtet. Ist das geglückt?

„Das lässt sich jetzt noch nicht abschließend beurteilen“, schätzt FCM-Trainer Jens Härtel ein. Auf jeden Fall hat der Verteidiger in den vergangenen Wochen eine erstaunliche Entwicklung hingelegt, sich vom Reservisten in die Startelf gearbeitet. Wenn auch das Verletzungspech ein bisschen Pate stand. „Es ist schon wichtig, so einen Spieler im Kader zu haben“, sagt Härtel über Malone und denkt dabei vor allem an dessen Kopfball- und Einwurfstärke. Die Defensivarbeit bereite aber nach wie vor mangels Erfahrung Probleme. Härtel: „In Dresden hätte er einige Situationen früher erkennen müssen.“ Von einem Sicherheitsrisiko war auch schon die Rede.

„Klar, ich hätte defensiv und offensiv etwas besser machen können“, sagt Malone, der sich nach wie vor mit der deutschen Sprache schwertut. Gut möglich, dass der Verteidiger am Sonnabend gegen Münster (MDCC-Arena, 14 Uhr, live in WDR und MDR) deshalb wieder ins zweite Glied rückt. Trotzdem ist für Malone das Experiment FCM bisher absolut geglückt: „Der Wechsel war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben. Es ist eine Ehre, für den FCM zu spielen. Und das ich zweimal von Beginn an dabei war, ist einfach nur großartig.“

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