Volksstimme vom 09.05.2015
Autor: Klaus Renner

FCM rechnet gegen den BFC Dynamo mit mehr als 10 000 Fans

„Positive Anspannung“ verspürt der FCM vor dem Saisonfinale in der Fußball-Regionalliga. Der morgige Gegner (14.05 Uhr/MDCC-Arena), Aufsteiger BFC Dynamo, ist zuletzt seit zehn Spielen unbezwungen, die Gastgeber haben von den letzten 17 Punktspielen 16 gewonnen.

Magdeburg l Da hat sich doch der Aufsteiger, der Berliner FC Dynamo, ganz leise bis auf Platz fünf der Regionalliga Nordost vorangearbeitet. Und der Spielplan will es so, dass drei Hauptstadt-Vereine für den Tabellenführer 1. FCM zum Schicksal werden.

Den Auftakt bilden am morgigen Sonntag (Anstoß 14.05 Uhr/MDCC-Arena) die Dynamos, wo der FCM im Hinspiel am 8. November 2014 mit dem knappsten aller Ergebnisse (Torschütze Christian Beck) gewann. Keinesfalls leichter wird‘s eine Woche später bei der Bundesliga-Reserve von Hertha BSC, ehe am letzten Spieltag der FCM gegen Viktoria Berlin antreten muss.

FCM-Trainer Jens Härtel überlässt wie stets nichts dem Zufall, hat den Hauptstadtclub mehrmals beobachtet, Video-sequenzen über den BFC anfertigen lassen und auch das gestrige wie das heutige Training beginnen jeweils zur morgigen Anstoßzeit – 14 Uhr. Nach der Übungsstunde am Freitag stimmte der Coach seine Elf auf das Spiel ein.

Mittelfeldregisseur Lars Fuchs sagte anschließend, er verspüre „positiven Druck, denn für uns ist jedes der drei Spiele ein Endspiel. Wir werden gewinnen, weil wir von Anfang an unser Spiel durchdrücken werden.“

Das soll, so glaubt Innenverteidiger Felix Schiller, durch „sehr frühzeitiges Attackieren“ geschehen. „Denn so können wir die Berliner, die versuchen werden, von hinten heraus zu spielen, am Ende packen.“

Schillers Nebenmann im Abwehrzentrum, Steffen Puttkammer, stellt beruhigend fest: „Wir haben die Entscheidung um die Meisterschaft selbst vor den Füßen. Durch frühes Pressing wollen wir den BFC schon beim Spielaufbau entscheidend stören. Frühe Ballgewinne bedeuten für uns kurze Wege zum Berliner Tor.“

So gar nicht, um zu verlieren, kommt dagegen Thomas Stratos an die Elbe. Der BFC-Trainer, der nach eigenen Angaben den FCM in dieser Saison dreimal live erlebt hat – gegen Zwickau, Union II und im Hinspiel, als er allerdings noch nicht BFC-Cheftrainer war – hebt die Magdeburger auf den Favoritenschild, verspricht aber einen heißen Tanz: „Seit ich die Mannschaft trainiere, haben wir erst ein Spiel verloren (2:5 bei Hertha BSC II am 1. März). Wir fahren nach Magdeburg, um dort zu gewinnen. Alles andere entspricht nicht meinem Fußball-Denken.“

Der FCM erwartet mehr als 10 000 Zuschauer. Bis gestern Abend waren fast 9000 Tickets im Vorverkauf abgesetzt.

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