Der 1. FC Magdeburg hat immer wieder gute Erfahrungen mit Leih-Spielern gemacht. Es gibt aber auch eine Kehrseite der Medaille.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l In den vergangenen Partien hat Florian Pick mit seinen Dribblings beim Drittligisten 1. FC Magdeburg fĂŒr Furore gesorgt. Am Saisonende muss der ausgeliehene Offensivspieler allerdings wieder zum 1. FC Kaiserslautern zurĂŒck. Trainer Jens HĂ€rtel wĂŒrde nur ungern auf ihn verzichten, kennt diese Situation aber aus der Vergangenheit.

Pick machte zuletzt in Rostock und Paderborn sowie im Heimspiel gegen Aalen durch gute Leistungen auf sich aufmerksam. Nach Anlaufschwierigkeiten zeigt der 22-JĂ€hrige, wie viel Potenzial in ihm steckt. „Florian bringt mit seiner DribbelstĂ€rke einiges mit. Mit Tobias Schwede im Zusammenspiel passt es gut“, sagt HĂ€rtel. „Er hat es auch defensiv besser gemacht als in Paderborn.“

HĂ€rtel sieht bessere Einstellung

Dass sich der Spieler mit der RĂŒckennummer 18 beim FCM durchsetzen konnte, liegt laut HĂ€rtel auch an der Einstellung. „Florian ist nach der Winterpause ganz anders angekommen. Im Sommer hatte er die Situation vielleicht noch nicht ganz so ernsthaft gesehen und etwas unterschĂ€tzt“, sagt der Coach. „Bei Florian hat es deshalb gedauert, bis er sich durchgesetzt hat. Das lag auch daran, weil die physische Belastung und das Training anders sind, als er es gewohnt war. Seit der Vorbereitung im Januar hat er es aber gut gemacht. “

So sehr sich der Trainer ĂŒber die Entwicklung freut, so Ă€rgerlich ist fĂŒr ihn der Umstand, dass Pick den Club am Saisonende wahrscheinlich wieder in Richtung 1. FC Kaiserslautern, von dem er ausgeliehen ist, verlassen wird. „Florian fĂŒhlt sich hier wohl, hat aber einen Vertrag in Kaiserslautern. Unklar ist eben noch, in welcher Liga wir und Kaiserslautern in der kommenden Saison spielen. Der FCK sitzt aber am lĂ€ngeren Hebel“, so HĂ€rtel.

Kath und Kinsombi als Beispiele

Das war zuletzt schon bei Offensivspieler Florian Kath so, der in der vergangenen Saison zunĂ€chst auch Anlaufschwierigkeiten hatte, sich im Verlauf der RĂŒckrunde aber zu einem LeistungstrĂ€ger entwickelte und mittlerweile mit Freiburg in der Bundesliga spielt. Auch Verteidiger David Kinsombi, der in der RĂŒckrunde 2016 fĂŒr den Club auflief, musste im Sommer wieder zum Karlsruher SC zurĂŒck und kĂ€mpft jetzt mit Holstein Kiel um den Aufstieg in die Bundesliga. „Die Frage ist immer, ob es eine Möglichkeit gibt, dass ein Spieler bleiben könnte, wenn er unbedingt bleiben möchte. Das ist aber momentan Kaffeesatzleserei“, betont HĂ€rtel.

Pick selbst, der gegen Aalen das Traumtor von Christian Beck vorbereitete, hĂ€lt sich zu seiner Zukunft bedeckt: „Ich weiß noch nicht, wie es im Sommer weitergeht. Ich hoffe natĂŒrlich fĂŒr meinen Heimatverein Kaiserslautern, dass er in der 2. Bundesliga bleibt, will aber jetzt mit dem FCM aufsteigen.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert