Der in der Winterpause verpflichtete Offensivspieler Piotr Cwielong wartet immer noch auf sein Debüt beim 1. FC Magdeburg.

Magdeburg l Kurz vor dem Ende der Transferphase verpflichtete der Drittligist 1. FC Magdeburg mit Piotr Cwielong einen zweitligaerfahrenen Offensivspieler. Der 30-Jährige wartet allerdings immer noch auf sein Debüt und hofft auf einen Einsatz am Sonnabend (14 Uhr, Livestream bei mdr.de) gegen Mainz II. „Ich hatte schon kurz nach meiner Ankunft gesagt, dass ich bereit bin. Ich bin auch jetzt bereit, auf dem Platz zu stehen“, sagt Cwielong, der für den VfL Bochum von 2013 bis 2016 39 Zweitligapartien bestritt und einen Treffer erzielte. „Natürlich möchte ich spielen, das ist mir wichtig. Ich hoffe, dass ich gegen Mainz meine Chance bekomme.“

Neue Situation für Cwielong

Für Cwielong ist die momentane Situation neu. „In Polen habe ich immer gespielt. Jetzt muss ich ein bisschen warten, weil ich erst am Ende der Transferphase geholt wurde und noch Trainingsrückstand hatte“, sagt er. Zuletzt stand der Offensivspieler, der in der Zentrale oder auch im Sturmzentrum auflaufen kann, in Polen bei Ruch Chorzów unter Vertrag. FCM-Trainer Jens Härtel sagte ihm, dass er seinen Trainingsrückstand erst aufholen müsse. Nachdem Cwielong auf die Partie gegen Zwickau wegen der fehlenden Spielgenehmigung verzichten musste, war auch in Paderborn kein Platz im Kader. Gegen Osnabrück und zuletzt in Duisburg saß er immerhin auf der Bank, ohne allerdings eingewechselt zu werden. „Ich hatte schon gehofft, gegen Osnabrück oder in Duisburg eingewechselt zu werden. Jetzt steht ein neues Wochenende an und ich will gegen Mainz unbedingt spielen“, sagt Cwielong, der betont, dass er nicht viel reden möchte, sondern auf dem Rasen sein Können zeigen will. „Ich möchte unbedingt zum ersten Mal zu Hause auflaufen, weil die FCM-Fans die besten Fans in Deutschland sind.“

Härtel sagt, dass Cwielong zwar den körperlichen Rückstand aufgeholt habe, es momentan aber nicht so einfach sei, in die Mannschaft zu kommen, weil diese gerade erfolgreich sei. „Wir haben ihn zudem in keinem Testspiel gesehen. Es gibt momentan keinen Grund, zu experimentieren. Wir wissen nicht, wie es ist, wenn Piotr spielt. Das macht es für mich schwierig.“ Dass der Neuzugang möglicherweise zu einem Flop wird, verneint Härtel energisch: „Wir haben Maurice Exslager und Sebastian Ernst abgegeben. Zudem waren Gerrit Müller und Florian Kath angeschlagen. Wir haben dann nicht mehr so viele Alternativen. Die Saison ist noch lang, deshalb sollte man ruhig bleiben und abwarten, was passiert.“

Kallnik glaubt an den Neuzugang

Auch FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik ist fest davon überzeugt, dass Cwielong demnächst durchstartet: „Er hat vernünftig trainiert und sich gut integriert. Sein Vita spricht für ihn. Ich denke, dass wir einen guten Jungen an Bord haben, der uns, da bin ich mir sicher, in dieser Saison auch noch weiterhelfen wird.“

Die Chancen, dass der Pole bereits gegen Mainz II zumindest ein paar Minuten Spielzeit bekommt, stehen gut. Auf der linken Offensivseite fällt Florian Kath, der sich gerade von einer Erkältung erholt hatte, vermutlich wegen einer Blockierung im Rücken aus. „Die Probleme habe ich seit Donnerstag im Training“, sagt Kath, der am Freitag nicht bei der Abschlusseinheit dabei war. Wahrscheinlich wird Härtel deshalb kein Risiko eingehen und auf Kath verzichten.

Bessere Karten als Cwielong auf einen Platz in der Startelf hat allerdings Michel Niemeyer, der nach seiner Einwechslung gegen Osnabrück auf der linken Offensivposition gezeigt hat, dass ihm diese durchaus liegt. „Michel hat ja früher offensiver gespielt, diese Position ist ihm nicht fremd“, sagte Härtel nach dem Osnabrück-Spiel. Gut möglich ist deshalb, dass Niemeyer zu Beginn ran darf und Cwielong im Verlauf der Partie eingewechselt wird.

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