Piotr Cwielong, Neuzugang beim 1. FC Magdeburg, muss im Spiel beim SC Paderborn weiter auf sein Debüt warten – trotz Spielgenehmigung.

Magdeburg l Am Sonnabend (14 Uhr) setzt der FCM alles daran, mit einem Erfolgserlebnis aus Paderborn zurückzukehren. Nicht mit dabei ist weiterhin Piotr Cwielong, der Winter-Neuzugang aus Polen. „Die Spielgenehmigung liegt jetzt zwar vor. Wir haben diese aber erst bekommen, als die Kadernominierung schon abgeschlossen war“, sagte FCM-Pressesprecher Norman Seidler auf Nachfrage der Volksstimme.

Bereits kurz nach seiner Ankunft in Magdeburg am 1. Februar hatte Cwielong gesagt: „Ich will nicht so viel reden, sondern so schnell wie möglich auf den Platz und zeigen, was ich kann.“ Vielleicht war dem 30-Jährigen zu diesem Zeitpunkt bereits bewusst, dass seine Spielgenehmigung noch etwas auf sich warten lassen könnte.

Der FCM verpflichtete den ehemaligen polnischen Nationalspieler (ein A-Länderspiel) am 31. Januar, reichte alle Unterlagen fristgerecht bei der Fifa ein (Vertrag bis Saisonende). Der polnische Verband hatte allerdings 14 Tage Zeit, um einen internationalen Freigabeschein zu erstellen. Und der Verband ließ sich Zeit. Am Donnerstag deutete sich ein glückliches kurzfristiges Ende an, als FCM-Trainer Jens Härtel bestätigte, dass die Unterlagen des polnischen Verbandes mittlerweile bei der Fifa liegen. Am Ende dauerte es für die Partie in Paderborn aber doch etwas zu lange.

Cwielong hinterließ beim FCM im Training bisher einen guten Eindruck. „Piotr ist ein positiver Typ. Er ist sehr kommunikativ und bringt sich ein“, sagt Härtel.

Mit Marius Sowislo und Lukas Novy habe er von der Sprache her einige Gemeinsamkeiten. „Piotr zeigt im Training, dass er Fußball spielen kann. Er ist schnell, sehr wendig auf engstem Raum“, ergänzt Härtel, der aber auch klarstellt: „Training ist Training, Spiel ist Spiel. Ich will deshalb noch keine große Wertung abgeben.“ Die soll es erst geben, wenn Cwielong ein paar Punktspiele absolviert hat. Sein Debüt könnte er in einer Woche im Heimspiel gegen den VfL Osnabrück feiern.

In Paderborn sind beim Club schnelle Spieler wie Florian Kath gefragt. „Es wird sicherlich ein anderes Spiel als zuletzt gegen Zwickau. Die Paderborner haben viele Leute im Kader, die fußballerische Lösungen suchen. Da wird es dann für uns auch wieder mehr Möglichkeiten geben, den Ball in der gegnerischen Hälfte zu erobern und schnell umzuschalten“, glaubt der Stürmer.

„Es wird darauf ankommen, dass wir unsere Tugenden an den Tag legen, in den richtigen Momenten aber die spielerische Komponente nicht vernachlässigen“, ergänzt Härtel. „Es wird nicht leicht, weil Paderborn ein aggressives Pressing praktiziert.“

Der Unterstützung der Fans kann sich der Club unterdessen wieder einmal sicher sein. Der SC Paderborn rechnet mit rund 2000 Zuschauern aus Magdeburg, es werden 7000 Fans im Stadion erwartet.

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