Cwielong macht auf sich aufmerksam

Piotr Cwielong scheint beim Drittligisten 1. FC Magdeburg so richtig angekommen zu sein. Beim 2:1 gegen Großaspach spielte er stark.

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Magdeburg l Das schönste Geschenk hat sich Piotr Cwielong selbst gemacht. Am Sonntag feierte der ehemalige polnische Nationalspieler seinen 31. Geburtstag, einen Tag zuvor zeigte er im FCM-Trikot eine furiose Leistung.

Leistungsträger auf der linken Seite

Im 4-4-2, das sich FCM-Trainer Jens Härtel vor der Partie eigentlich als ein 4-2-3-1 vorgestellt hatte, war Cwielong über die linke Seite der dominante Spieler seiner Mannschaft. Immer wieder bewies er Mut, zog in Richtung des gegnerischen Strafraumes, suchte das direkte Duell und kam so entweder selbst in eine gute Schussposition oder konnte seine Mitspieler in Szene setzen. „Ich bin froh, dass wir das Spiel gewonnen haben, das waren drei wichtige Punkte“, sagte der Pole, der sich selber nicht so sehr in den Vordergrund stellen wollte. Trotzdem war er natürlich froh, wieder auf dem Rasen gestanden zu haben. „Ich bin mit meiner Leistung schon zufrieden, hätte aber ein Tor schießen müssen“, sagte Cwielong. „Ich hatte viele Chancen, vielleicht klappt es nächste Woche.“

Dass der zweitligaerfahrene Profi (2013 bis 2016 VfL Bochum) am kommenden Wochenende in Halle wieder zur FCM-Startelf zählt, würde nach seiner Vorstellung gegen Großaspach nicht überraschen.

Beim 1:0 durch Beck lieferte er die direkte Vorlage, in der Folge war er mehrfach (30./39./79./87.) an guten Szenen beteiligt. Selbst beim Platzverweis gegen Großaspach stand Cwielong im Mittelpunkt, weil er derjenige war, der böse von hinten gefoult wurde. „Piotr hätte sich nur noch selber belohnen müssen, dann wäre es perfekt gewesen. Er hat aber ein gutes Spiel gemacht“, sagte Christian Beck.

Poker um neuen Vertrag

Cwielong zeigt genau zum richtigen Zeitpunkt, was in ihm steckt. Nach durchwachsenen ersten Monaten mit kleineren Verletzungen und auch kritischen Worten von Härtel hat der Offensivspieler im Poker um eine Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages gute Argumente. Härtel ließ sich unterdessen nicht von der Euphorie um Cwielong anstecken. „Piotr hat es ordentlich gemacht“, sagte er kurz und knapp in der Pressekonferenz.

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