Volksstimme vom 21.07.2015
Autor: Uwe Tiedemann

Reicht die Zeit für die Torhüter? / Lob von Härtel

Magdeburg l Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg biegt in die Zielgerade ein, geht in die letzte Woche seiner verhältnismäßig kurzen Vorbereitungsphase. Am Freitag (20.30 Uhr/live MDR) steigt die Saisoneröffnung gegen RW Erfurt. Die Fans sind voller Vorfreude, fragen sich angesichts der jüngsten Personalprobleme aber auch: Sind die Blau-Weißen gerüstet?

Trainer Jens Härtel glaubt: Ja. „Ich habe die Mannschaft schon vor dem letzten Testspiel gegen den BFC Dynamo ausdrücklich dafür gelobt, was sie zuletzt im athletischen Bereich abgeliefert hat“, sagte der 46-Jährige, der seinen Schützlingen am gestrigen Montag noch einmal einen freien Tag gönnte.

Der 3:1-Erfolg beim ambitionierten Regionalligisten dürfte zusätzlichen Auftrieb gegeben haben: „Es war gut, dass wir mit einem Sieg nach Hause gefahren sind“, so der Trainer, der aber natürlich abwarten muss, was sich an der Verletzten-Front tut. Vor allem die beiden Torhüter Jan Glinker (Rückenblockade) und Matthias Tischer (Magen-Darm-Virus) bereiten Kopfzerbrechen. Ist bis Freitag wenigstens einer fit?

Größtes Manko der Elbestädter in ihren insgesamt neun Vorbereitungsspielen: fehlende Konstanz. „Phasenweise läuft es richtig gut, aber das reicht natürlich nicht“, weiß Härtel, der „Luft nach oben“ vor allem in Bezug auf Effektivität, Umschaltspiel und Präzision festgestellt hat. Trotzdem bleibt er optimistisch.

Auch Sportchef Mario Kallnik gab sich vorm Auftakt zuversichtlich („Wir haben die nötige Qualität“), wies aber zugleich auf Folgendes hin: „Wenn wir wettbewerbsfähig sein wollen, muss die Mannschaft jedes Spiel zu 100 Prozent angehen. Das ist bei einer Riesendistanz von 38 Begegnungen schwierig, aber die eigentliche Erkenntnis der Vorbereitung. Wenn uns das gelingt, sind wir sogar für die eine oder andere Überraschung gut. Wenn nicht, wenn wie in den Testspielen mitunter die Einstellung fehlt, wird’s schwer.“

Davor, dass sich der Aufsteiger erst an die nötige Härte in der 3. Liga gewöhnen muss, brauchen Härtel und Kallnik indes keine Angst zu haben. In Berlin gingen die Elbestädter mitunter recht rustikal zur Sache, was sich auch in drei Gelben Karten widerspiegelte.

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