Von Dennis Uhlemann ›

Sirlord Conteh hat im Sommer an seinen Schwächen gearbeitet. Nun will der Offensivspieler des FCM konstanter seine Leistung zeigen.

Magdeburg l In der Sommerpause geht es normalerweise darum, abzuschalten und Zeit mit der Familie zu verbringen. Doch nicht jeder lässt dabei den Fußball links liegen. Sirlord Conteh konnte Familie und Fußball sogar verbinden. Der kleine Bruder des FCM-Profis spielte bis zum Sommer für den Zweitligisten FC St. Pauli. „Ich habe in Hamburg viel mit meinem Bruder trainiert“, berichtet Conteh.

Und während der 20-jährige Christian Conteh sich auf seinen Wechsel zu Feyenoord Rotterdam in die niederländische Liga vorbereitete, was seinen älteren Bruder „wirklich stolz“ macht, geht er selbst in sein zweites Jahr beim FCM. „Ich will mich neu beweisen. Ich habe im ersten Jahr viel gelernt und will die Fehler nicht noch einmal machen.“

Conteh konnte im ersten Drittliga-Jahr seine Qualitäten nie über einen längeren Zeitraum unter Beweis stellen. „Mein Anspruch ist es, in diesem Jahr konstant gute Leistungen abzurufen. Im vergangenen Jahr habe ich das nicht regelmäßig geschafft.“

„Noch kein Beckus“

Vor allem im Abschluss offenbarte der pfeilschnelle Deutsch-Ghanaer Schwächen. Nur zwei Tore stehen in 22 Punktspielen zu Buche, dazu etliche vergebene Möglichkeiten. Das soll sich künftig ändern. Vor allem am Abschluss hat er gearbeitet. „Ich bin jetzt noch kein Beckus“, stellt er lachend den Vergleich zu FCM-Torjäger Christian Beck auf, „doch ich mache Fortschritte.“

Drei Torbeteiligungen in Stendal

Gezeigt hat er das auch im ersten Testspiel beim Oberligisten Lok Stendal am Sonnabend. Beim 6:1-Sieg war Conteh an den ersten drei Treffern direkt beteiligt, traf zweimal, beim 3:0 sogar per Kopf. „Es war ein tolles Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen“, sagt Conteh. „Auch mit den neuen Spielern. Wir haben uns gut verstanden.“ Vor allem das Zusammenspiel mit Neuzugang Luka Sliskovic klappte. „Wir harmonieren gut. Luka hat seine Qualitäten schon gezeigt“, lobte Conteh.

Doch natürlich betonte der neben Beck aufgebotene zweite Stürmer auch: „Es ist noch nicht alles perfekt, wir müssen noch viel arbeiten.“ Und das Team von Coach Thomas Hoßmang hat nun erneut die Möglichkeit, sich zu beweisen. Im Testspiel in Meuselwitz (Dienstag 15 Uhr) treffen die Blau-Weißen auf den Zweitligisten Erzgebirge Aue. „Wir werden wieder alles geben und gut dagegenhalten“, verspricht Conteh.

Trainer gibt Conteh viele Tipps

Sein Coach wird wohl auch im zweiten Testspiel zur Pause komplett durchwechseln. Vielleicht darf „Sissi“ dann neben einem anderen Mitspieler stürmen oder über die Flügel agieren. Seine Flexibilität kommt ihm dabei entgegen. Über eine konkrete Rolle im Team hat Hoßmang noch nicht mit ihm gesprochen, doch: „Der Trainer gibt mir viele Tipps, was ich besser machen kann und muss.“

Zufrieden mit sich selbst ist der 24-Jährige nämlich noch lange nicht: „Da geht noch viel mehr. Ich werde im Training weiter länger bleiben und Extraschichten einlegen.“ Bloß nicht mehr in Hamburg, sondern ein ganzes Stück weiter südlich an der Elbe.

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