Mit dem zweiten Viererpack in dieser Saison (vier Siege in Folge) verbessert sich Drittligist 1. FC Magdeburg auf Relegationsplatz drei.

Magdeburg l Am Sonnabend gab es nach spielerisch überzeugender Leistung einen glatten 3:0 (2:0)-Erfolg über den VfR Aalen, die bis dato immerhin drittbeste Auswärtsmannschaft der Liga. Die aber in der von einem erneuten Zuschauer-Teilausschluss betroffenen MDCC-Arena (Blöcke 3 bis 6 blieben leer) keine Chance hatte, nachdem der Club frühzeitig in Führung gegangen war (Eigentor Robert Müller/6.), durch Tobias Schwedes ersten Saisontreffer kurz vor der Pause nachgelegt (40.) und nach knapp einer Stunde den Deckel draufgemacht hatte. Für den auffälligen Sebastian Ernst war es ebenfalls das erste Tor. „Da ist schon eine gewisse Last von mir abgefallen. Ich wollte das Tor unbedingt machen, und es ist mir völlig egal, dass der Ball abgefälscht wurde“, sagte der 21-Jährige hinterher, der lange mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, zuletzt aber richtig auftrumpfte. Das bescheinigte auch Trainer Jens Härtel: „Er hat ein tolles Spiel gemacht. Bei ihm ist ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar.“

Doch es war nicht nur Ernst, der stark spielte, sondern eine geschlossene Mannschaftsleistung, die den Club auf Rang drei hiefte. „Da schwingt schon ein Stück weit Stolz mit, zumal es bislang keine einfache Saison war und wir durch ein Wellental gegangen sind“, sagte Härtel zum bislang hervorragenden Abschneiden.

Zur Erinnerung: Nach sechs Spieltagen stand der Club mit gerade einmal vier „Pünktchen“ noch auf Abstiegsplatz 18. Der Coach rückblickend ein wenig flapsig: „Die Jungs wissen, wie Sch … es sich anfühlt, unten drinzustehen.“

Nun also der Sprung auf den Relegationsplatz. „Wir werden uns darauf nicht ausruhen“, versprach Härtel und schickte schon einmal eine gewisse Warnung an die Konkurrenz: „Wenn weiterhin alle so gut gegen den Ball arbeiten, ist es sperrig, gegen uns zu spielen und macht keinem Gegner Spaß.“

Gegen Aalen kamen auch spielerische Elemente hinzu, der FCM ließ Ball und Gegner laufen, zeigte mitunter Klasse-Kombinationen wie vor dem zweiten Tor. „Das sieht man zwar nicht allzu oft bei uns, aber wir können auch Fußball spielen. Das war eine reife Leistung “, so Mittelfeldakteur Niklas Brandt mit einem Augenzwinkern.

Selbst Härtel, eher ein Mann der leisen Töne, fand überaus lobende Worte für seine Schützlinge: „Wie wir gegen Aalen kombiniert haben, selbst auf engstem Raum, war teilweise wirklich sehenswert.“

Von höheren Zielen als dem Klassenerhalt spricht dennoch niemand. „Immer schön den Ball flachhalten“, betonte Kapitän Marius Sowislo, wohlwissend, dass 30 Punkte schon eine Hausnummer sind. „Das war ein schöner Tag, besser geht‘s nicht. Wir tun dennoch gut daran, nur von Spiel zu Spiel zu denken“, ergänzte Ernst. Und Beck erklärte: „Klar macht einen das stolz, mit 30 Punkten auf Rang drei zu stehen. Aber höhere Ziele setzen wir uns erst, wenn wir 45 Zähler auf dem Konto haben.“

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