Magdeburg. Innenverteidiger Christoph Menz bremste an der Außenseite Magdeburgs Doppeltorschützen

Philip Türpitz unsanft und wurde von Schiedsrichter Daniel Schlager des Feldes verwiesen. Zwei Fouls, zwei Karten, Platzverweis – das Saisondebüt als Kapitän hatte sich Menz sicher anders vorgestellt. „Damit habe ich der Mannschaft keinen Dienst geleistet“, sparte Menz im Nachgang nicht mit Selbstkritik. An der Berechtigung der Ampelkarte gab es keine Zweifel, auch wenn die Hinausstellung gefühlt ein wenig zu hart war. „Klar ist es Gelb-Rot, aber mit ein wenig Fingerspitzengefühl kann man das auch weglassen. Jetzt fehlt er uns mit unserem kleinen Kader“, meinte etwa Luka Odak. Trainer Stefan Krämer ergänzte: „Bei einem 3:0 und 30 Grad kann man das auch laufen lassen.“

Spielentscheidend war die Herausstellung des 28-Jährigen freilich nicht mehr. Zu diesem Zeitpunkt führte Magdeburg bereits mit 3:0 . Zunächst verschätzte sich Odak bei einem langen Ball und konnte danach Michel Niemeyer nicht mehr am 1:0 hindern (4.). Als die Blau-Weißen dann in der 27. und 28. Minute mit einem Doppelpack nachlegten, war das Duell frühzeitig entschieden. Türpitz‘ Schuss aus der zweiten Reihe fälschte Christopher Bieber unglücklich ab (2:0), kurz darauf traf Türpitz wuchtig in den Winkel. Menz hatte zuvor das Abseits aufgehoben.

„Das frühe Gegentor hat unseren Plan über den Haufen geworfen, der Doppelschlag war ein extremer Nackenschlag für uns“, befand Menz. Odak sprach von einer „gesamten schlechten Halbzeit“, die sogar noch glücklich endete, weil Niemeyer kurz vor der Pause aussichtsreich verzog.

Was man den Rot-Weißen zugutehalten musste, war, dass sie sich trotz der aussichtslosen Lage im zweiten Durchgang nicht aufgaben. Der Einsatz stimmte, auch wenn Magdeburg noch klare Möglichkeiten vergab und unter anderem an der Latte scheiterte. „Da musst du erst mal schauen, dass du nicht geschlachtet wirst. Wir wollten nicht unter die Räder kommen“, sagte Krämer über die Pläne in der Halbzeit.

Den 50-Jährigen dürfte der Platzverweis von Menz wohl fast noch mehr schmerzen als die Niederlage. Neben den fünf Langzeitverletzten (Möckel, Uzan, Laurito, Vocaj, Bergmann) fällt nun auch noch der Kapitän für das Rostock-Spiel am Dienstag aus (19 Uhr). Bei Carsten Kammlott stehen die Chancen nicht viel besser. Beim Aufstehen am frühen Morgen klagte der Stürmer über Nackenschmerzen – nicht das erste Mal. Während Kammlott hofft, gegen Rostock auflaufen zu können, ist Krämer skeptischer. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er spielen kann, wenn er sich am Samstag gar nicht bewegen konnte.“

Interimskapitän Menz wird seinen Kollegen am Dienstag nur in der Kabine helfen können. Dass es auch diese Saison schwer werden würde, wusste der Defensivmann, als er seinen Vertrag kürzlich bis 2020 verlängerte. „Sportlich gibt es immer den einfachen Weg. Ich hätte nach Uerdingen gehen können, das wäre noch einmal eine andere Sache gewesen, auch finanziell. Aber ich fühle mich mit meiner Frau privat sehr wohl.“

Den Klub verlassen wird hingegen wohl Jonas Struß. Der 19-Jährige kam über die Reservistenrolle nie hinaus und wurde bereits aus der Kaderübersicht im Klubheft für Dienstag entfernt.

 

Quelle : http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/sport/detail/-/specific/Chancenlos-in-Magdeburg-FC-Rot-Weiss-Erfurt-verliert-Auswaertsspiel-mit-0-3-1350423216

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