Chahed im Wartestand

Den Saisonstart hatte sich Tarek Chahed ganz anders vorgestellt. Beim Drittligisten 1. FC Magdeburg wartet er auf seinen ersten Einsatz.

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Magdeburg l In Meppen war er nicht mal im Kader. Der 21-Jährige hofft jetzt auf das Heimspiel am Sonntag (14 Uhr, live bei Telekomsport.de) gegen Würzburg.

Der Blick auf den Kader des FCM in Meppen ging immer wieder nach unten in Richtung Ersatzspieler. Ein Name, der ansonsten eigentlich immer zu den Top 18 beim FCM gehört, fehlte diesmal: Tarek Chahed. Die Frage, ob er verletzt und deshalb nicht dabei sei, beantworteten die Verantwortlichen des Vereins mit einem kurzen Nein.

„Tarek hatte eine Phase, in der es im Training nicht so gut bei ihm lief“, sagte FCM-Trainer Jens Härtel. „Florian Pick hat es zuletzt besser gemacht, deshalb haben wir gewechselt. Wir müssen schauen, wie es jetzt gegen Würzburg ist.“ Für Chahed ist diese Entwicklung ein Tiefpunkt in der noch jungen Drittliga-Spielzeit.

Eine Größe in der letzten Saison

In der vergangenen Saison bestritt der Offensivspieler 34 Ligapartien, verbuchte drei Tore und zwei Vorlagen. Er verdrängte auf der rechten Seite Manuel Farrona Pulido (jetzt Fortuna Köln) und die Freude über die Vertragsverlängerung bis Sommer 2019 war bei Verantwortlichen und Fans gleichermaßen groß.

Dass es für Chahed zuletzt in Meppen nicht mal für einen Kaderplatz reichte, war für ihn deshalb ein herber Rückschlag. „Nach dem Abschlusstraining habe ich erfahren, dass ich nicht dabei bin. Das hat mich schon getroffen und ich war enttäuscht“, sagt er, fügt aber an: „Der Trainer hat mir genau erklärt, woran es gelegen hat. Dann habe ich es auch verstanden und werde mir seine Ratschläge zu Herzen nehmen.“

Chahed will im Training Gas geben

Chahed werde wie vom Trainer gefordert noch mehr Gas im Training geben. „Dass ich nicht im Kader stand, war für mich ein Wachrüttler. Ich werde im Training noch konzentrierter und auch bei einfachen Pässen voll fokussiert sein. Ich habe grundsätzlich nicht schlecht trainiert, es waren aber Kleinigkeiten, die dem Trainer aufgefallen sind“, betont er. Am Freitag absolvierte der gebürtige Berliner nach der Einheit noch eine Sonderschicht und übte mit Keeper Mario Seidel Torschüsse. Eine Aktion, die Härtel mit Wohlwollen registrierte: „Tarek zeigt damit die richtige Reaktion.“

Das Auswärtsspiel in Meppen schaute er sich am Mittwochabend zusammen mit den verletzten Felix Lohkemper und Steffen Schäfer in Magdeburg im Fernsehen an. „Es war ungewohnt, nicht bei der Mannschaft zu sein“, gibt er zu.

Dass es so weit kommen würde, hätte er nicht gedacht. „Ich habe damit zwar nicht gerechnet. Das zeigt aber auch, dass wir gute Jungs dazubekommen haben und der Konkurrenzkampf gestiegen ist“, sagt Chahed. „Dadurch werde ich auch besser. Natürlich will ich so schnell wie möglich wieder spielen. In erster Linie zählt aber immer der Erfolg der Mannschaft. Ich habe mich deshalb über die Siege auch sehr gefreut.“

Am Sonnabend wird nach dem Abschlusstraining der Kader für das Heimspiel gegen Würzburg bekanntgegeben. „Ich hoffe, dass ich diesmal meinen Namen auf der Kaderliste sehe und dass ich zu Hause dabei bin“, blickt Chahed voraus.

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