Nach einer Zeit mit mehr Tiefen als Höhen, hat sich Tarek Chahed beim Drittligisten 1. FC Magdeburg wieder zurückgekämpft.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Gegen Wehen Wiesbaden zeigte der Offensivspieler nach seiner Einwechslung eine starke Leistung.

34 Saisonspiele bestritt Chahed in der vergangenen Saison und verbuchte dabei drei Tore und zwei Vorlagen. Auf diese Anzahl von Partien kann der 21-Jährige in dieser Spielzeit allerdings nicht mehr kommen.

Schwere Zeit zu Saisonbeginn

Zu Beginn der Saison durchlief Chahed ein Wellental der Gefühle. Nur gegen Würzburg bekam er ein paar Minuten, ansonsten saß er an den ersten acht Spieltagen entweder auf der Bank oder war sogar viermal gar nicht im Kader. Aus dieser schweren Zeit hat der gebürtige Berliner gelernt. „Ich war zu Beginn, als es nicht so lief, schon sehr frustriert. Für mich steht aber jetzt fest, dass man dann trotzdem nicht die Mitleidschiene fahren darf und alles geben muss“, betont Chahed. „Die Jungs aus der Mannschaft haben mir auch geholfen, damit ich da wieder rauskomme.“ Seit der Paderborn-Partie – dort wurde er eingewechselt – geht es für ihn Schritt für Schritt wieder in eine bessere Richtung.

FCM-Trainer Jens Härtel wechselte Chahed in Karlsruhe bereits in der Halbzeit für Felix Lohkemper ein, gegen Wehen Wiesbaden kam er in der 70. Minute für Tobias Schwede und sorgte noch mal für ordentlich Schwung in der Schlussphase. „Ich wollte nach meiner Einwechslung sofort Gas geben und der Mannschaft helfen. Ich denke, das ist mir ganz gut gelungen“, sagt Chahed. „Es hat mir wieder richtig Spaß gemacht, Spielzeit zu bekommen.“

Chahed hat wieder Selbstvertrauen

Gegen Wehen Wiesbaden war ihm diese Freude deutlich anzumerken. Chahed dribbelte, spielte seine Schnelligkeit aus und brachte die gegnerische Abwehr einige Male durcheinander. „Nach dem Spiel hatten die Jungs und der Trainer einige positive Worte für mich parat. Das freut mich natürlich und ist auch gut für mein Selbstvertrauen“, betont er. In dieser Saison stehen damit bisher sieben Einwechslungen auf seiner Habenseite. „Der Trainer gibt mir mittlerweile wieder Minuten und vertraut mir auch. Ich versuche, das dem Platz zurückzugeben“, sagt der Spieler mit der Rückennummer 24.

Mit dem 0:0 war er nach drei Pflichtspielniederlagen nicht gänzlich unzufrieden. „Ein Punkt ist besser als keiner. Trotzdem hätten wir gerne gewonnen. Wir werden jetzt unsere Akkus aufladen, um dann hoffentlich bei Fortuna Köln den Bock umzustoßen“, gibt Chahed einen Ausblick auf die kommende Herausforderung in der 3. Liga am 18. November. „Ich hoffe, dass ich dort wieder ein paar Minuten bekomme. Dafür werde ich hart trainieren und alles daran setzen, dass es so kommt.“

Landespokal in Naumburg

Zuvor steht noch das Landespokalspiel am kommenden Sonnabend (13 Uhr) beim SC Naumburg auf dem Programm. Dort will sich der FCM das notwendige Selbstvertrauen und das Gefühl zurückholen, wie es ist, das gegnerische Tor zu treffen. „Auch wenn es vielleicht ein bisschen despektierlich klingt und das eigentlich überhaupt nicht unsere Art ist: Alles andere als ein klarer Sieg steht nicht zur Debatte“, stellt Härtel klar. „Dafür braucht man Tore. Deshalb wäre es gut, wenn wir den einen oder anderen Treffer erzielen, um anschließend mit Selbstvertrauen nach Köln zu fahren.“

 

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