Artikel von: MICHAEL NOWACK

Mit 1,70 Meter ist Manfred Osei Kwadwo (23) der Zwerg im FCM-Team. Doch im spanischen Camp mutierte er plötzlich zum Kopfball-Riesen, nickte gegen Gladbach und Karlsruhe zwei Traumtore rein.

Und schoss so seine Karriere in eine völlig neue Richtung. Trainer Michael Oenning (53): „Er ist auf jeden Fall eine Mittelstürmer-Alternative für Christian Beck.“

So schnell geht das! Vor sieben Monaten kam Kwadwo aus Kaiserslautern, wurde nach 36 Einsatz-Minuten trotz Vertrag bis 2020 schon als „Karteileiche“ ohne Zukunft gehandelt. Jetzt hat er wieder eine konkrete Zweitliga-Perspektive!

Oenning lobt: „Er stand ja in der Nahrungskette ziemlich weit unten. Aber mir hat gefallen, dass er sofort bereit war, zuzuhören und Dinge selbst aktiv zu verändern. Mit seinen frechen Auftritten hat er sich in der Hierarchie in ganz kurzer Zeit nach oben gearbeitet.“ Gleich zweimal traf Kwadwo im Trainingslager per Kopf (2.v.r.)Foto: picture alliance / GES/Helge Pra

War aber kein Selbstläufer! Kwadwo hatte sich in der Ära von Ex-Trainer Jens Härtel (49) schon selbst aufgegeben, schob Frust. Oenning musste ihn mental aufbauen: „Ein Typ wie er ist davon abhängig, ob er sich wohlfühlt. Bei ihm sehe ich mich bestätigt, wie wichtig es ist, psychologisch Einfluss zu nehmen.”

Kwadwo ist die positive Entdeckung der Vorbereitung! Aber von seinem Spitznamen „Manni“ muss er sich wohl verabschieden.

Denn mit den zwei Spanien-Toren schoss er sich nicht nur in der Hierarchie nach oben, sondern auch in die Herzen von 120 Mitgereisten. Die feierten ihren neuen Liebling mit „Alfred, Alfred“-Sprechchören…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere