Erst ein grober Patzer, dann zwei tolle Vorlagen: Für Nils Butzen vom 1. FC Magdeburg hatte das Spiel gegen Werder II Tiefen und Höhen.

Von
Thomas Juschus

Magdeburg l Trainer Jens Härtel sank vor Schreck von seinem Trainerstuhl auf die Knie, Nils Butzen wäre wahrscheinlich am liebsten im Boden versunken: Mit einem Ballannahmefehler begünstigte der pfeilschnelle FCM-Außenverteidiger kurz vor der Pause nach der Führung durch Dennis Erdmann (38.) den 1:1-Ausgleichstreffer durch Bremens Thore Jacobsen (40. Minute). „Ich war durch einen Ruf von einem Mitspieler kurz irritiert. Es darf natürlich trotzdem nicht passieren und war echt bitter“, erinnerte sich Butzen. Auf dem Weg in die Kabine gab es aufmunternde Worte von den Mannschaftskollegen für Butzen, Trainer Jens Härtel wählte einen anderen Weg: „Ich habe nicht mit Nils gesprochen, sondern die Mannschaft in die Pflicht genommen, um den Fehler wieder auszubügeln“, sagte er nach dem Spiel.

In der Schlussphase bügelte der 24-Jährige seinen „Bock“ auch selber wieder aus. Sogar doppelt. Erst leitete er mit Nico Hammann und Philip Türpitz den 2:1-Führungstreffer von Julius Düker (78.) ein, spielte knapp 60 Sekunden später den Pass auf Düker (80.), der zum Elfmeter führte, den Türpitz zum 3:1 (82.) nutzte. Nach dem 4:1-Schlusspunkt von Felix Lohkemper (90.+1) konnte auch Butzen wieder lachen. Ausreden suchte der FCM-Abwehrmann nicht, zeigte sich aber erleichtert: „Natürlich bin ich froh, dass ich der Mannschaft noch helfen konnte.“ Auf die Schrecksekunde in Minute 40 hätte er dennoch sicher gern verzichtet.

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