„Pechvogel“ Alexander Brunst vom 1. FC Magdeburg hat auch schon wieder ein Ziel: Er möchte im Pokal Ende Oktober gegen Dortmund im Tor st…

Von
Thomas Juschus

Magdeburg l Die Krücken liegen seit fünf Tagen in der Ecke, es geht wieder aufwärts für Alexander Brunst. „Ich kann schmerzfrei gehen. Und auch seelisch geht es mir besser“, sagt der Torwart des 1. FC Magdeburg, der eigentlich im DFB-Pokalspiel gegen den FC Augsburg (2:0) zwischen den Pfosten stehen sollte.

Nachdem der Neuzugang vom VfL Wolfsburg II in der Vorbereitung das Duell um die Nummer 1 in der Liga gegen Jan Glinker verloren hatte, war er für Augsburg gesetzt. Dann das Malheur im Abschlusstraining: Brunst knickte mit dem linken Fuß um. „Ich hatte einen kurzen Schockmoment, der ganze Körper hat gekribbelt. Ich konnte das Training zwar zu Ende machen, in der Kabine ist der Fuß aber förmlich explodiert. Da wusste ich, dass es nicht reichen wird“, erinnert er sich. Ein kurzer Test vor dem Pokalspiel gegen den FCA bestätigte die Befürchtungen, zwei Tage später kam die Diagnose: Außenbandriss im linken Fuss.

Inzwischen geht es dem 22-Jährigen deutlich besser, vor allem mental. „Meine Freundin Lena und meine Familie haben mir sehr geholfen. Die ersten Tage ging es mir echt schlecht. Mich hat die Verletzung sehr mitgenommen, weil ich mich sehr auf das Spiel gefreut hatte. Gegen Augsburg waren meine Freunde Ken und Philipp aus Neumünster da“, so Brunst. Zusammen sahen sie den 2:0-Sieg und die starke Leistung von FCM-Keeper Nummer drei, Mario Seidel – und trösteten Brunst zusammen mit Lena über die verpasste Chance.

Wenn die Schwellung in ein paar Tagen aus dem linken Fuß gewichen ist, will Brunst wieder ins Training einsteigen – zuerst auf dem Fahrrad. „Prog-nosen für ein Comeback sind schwer, jeder Körper reagiert anders. Ich will mich nicht unter Druck setzen. Es wird von Tag zu Tag besser“, berichtet Brunst. Die Hinrunde hat er längst nicht abgeschrieben. „Den September werde ich wohl noch brauchen“, sagt Brunst. Das Pokalspiel gegen Dortmund (24./25. Oktober) könnte aber ein Ziel sein, oder? „Natürlich würde ich mich freuen, wenn ich da spielen darf. Im Fußball kann alles sehr schnell gehen – das beste Beispiel ist Mario Seidel.“

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