Wenn der 1. FC Magdeburg im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund spielt, könnte die große Stunde von Torhüter Alexander Brunst schlagen.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l FCM-Trainer Jens Härtel deutete an, dass Stammkeeper Jan Glinker pausieren wird, die Entscheidung seines Vertreters fällt zwischen Brunst und Mario Seidel, der in der ersten Runde gegen Augsburg zum Einsatz kam und eine hervorragende Partie ablieferte.

Bittere Erinnerungen an Augsburg

Mit dem Augsburg-Spiel verbindet Brunst eine der bittersten Erinnerungen seiner noch jungen Karriere. Eigentlich sollte er am 13. August beim FCM im Tor stehen. Den 2:0-Erfolg erlebte der 22-Jährige dann allerdings nur auf der Tribüne. Einen Tag vor der Partie knickte er um, Stunden vor dem Spiel war klar, dass es nicht reichen würde. Wegen eines Außenbandrisses im linken Fuß musste er in der Folge wochenlang pausieren. „Das war für mich schwer zu verdauen – erst die Entscheidung, dass ich die Nummer 2 bin und dann die Verletzung“, gibt Brunst zu. „Meine Familie und meine Freunde haben mir aber sehr geholfen. Auch die Mannschaft und das Trainerteam haben mich aufgefangen.“ Die Verletzung habe ihm gezeigt, dass sich im Fußball von heute auf morgen alles verändern kann. „Ich bin aber auch davon überzeugt, dass sich harte Arbeit irgendwann auszahlt“, sagt er.

Der ehemalige Wolfsburger und Hamburger kämpfte sich wieder heran, schob Extraschichten und verdiente sich das Lob von Härtel. „Er hat mir gesagt, dass ich noch dynamischer geworden bin. Ich fühle mich richtig fit“, so Brunst.

Lohn für harte Arbeit

Sein Pflichtspieldebüt gab er bereits im Landespokal beim 16:0 Anfang Oktober in Liesten. „Ich habe das Aufwärmen richtig genossen. Dass ich dann sogar noch beim FCM-Rekordsieg auf dem Platz stand, ist auch schön“, sagt er und lacht. „Die Partie gegen Dortmund wäre für mich jetzt der Lohn für die harte Arbeit der vergangenen Wochen.“

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