von: MICHAEL ­NOWACK

In Hamburg geboren, sieben Jahre beim HSV gespielt! Alexander Brunst (23) ist stolz auf seine Wurzeln: „Ich bin ein Hamburger Jung!“

Freitag (18.30 Uhr) kommt seine alte Liebe nach Magdeburg – 23 000 Fans sind heiß auf den ersten Heimsieg der Saison. Und der muss her, sonst droht ein Abstiegsplatz. Druck pur! Doch der Keeper kann Nostalgie und Berufsehre trennen.

Wenn er vorm Spiel einen Wunsch frei hätte, sollte dann die Null stehen? „Wenn ich wieder drei Gegentore kassiere, aber wir vorn vier schießen, würde ich das sofort unterschreiben. Es zählen nur die drei Punkte. Mit den Fans gemeinsam den Sieg über meinen Ex-Verein zu feiern, wäre für mich das Schönste.“

Brunst und der HSV! Er schaffte es über den Nachwuchs bis in den Bundesliga-Kader. Und fühlte sich pudelwohl zwischen den Topstars Olic, Westermann oder van der Vaart. Trotzdem war im Sommer 2015 Schluss. Was war passiert?

„Ich hatte noch ein Jahr Vertrag. Aber die Gespräche über meine Zukunft verliefen nicht so, wie ich mir das vorstellte. Gleichzeitig hatte Wolfsburg angeklopft. Ich habe mir gesagt: Du musst mal aus der behüteten Heimat raus, um zum Mann zu reifen. Die zwei Jahre Wolfsburg haben mir in der Hinsicht viel gebracht.“

Doch zum richtigen Mann ist er erst in Magdeburg gereift! Am 5. Spieltag löste er Jasmin Fejzic (32) als Nr. 1 ab, spielte trotz zwölf Gegentoren bisher fehlerfrei.

Freitag muss er gegen seine Ex-Kollegen zupacken. Und ist optimistisch: „Vom Kader her ist Hamburg eine Übermannschaft. Und vor allem auswärts sehr unangenehm. Aber wenn wir so druckvoll spielen wie in Heidenheim – die kleinen, aber entscheidenden Fehler abstellen, dann bin ich guter Dinge, dass wir den ersten Heimdreier einfahren.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere