Brunst brennt auf sein Debüt

Die Enttäuschung, dass er das Duell mit Jan Glinker vorerst verloren hat, hat Alexander Brunst, Torhüter beim 1. FC Magdeburg, überwunden.

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Magdeburg l Der 22-Jährige hofft jetzt auf einen Einsatz im DFB-Pokal-Spiel am Sonntag (18.30 Uhr) gegen den Erstligisten FC Augsburg.

Nummer 2 hinter Glinker

Nach seinem Wechsel vom VfL Wolfsburg II zum FCM startete Alexander Brunst mit dem Ziel in die Vorbereitung, die Nummer eins im Tor beim Drittligisten zu werden. Kurz vor dem ersten Saisonspiel bei der SG Sonnenhof Großaspach gab Trainer Jens Härtel allerdings bekannt, dass er zunächst dem erfahrenen Jan Glinker den Vorzug gibt. „Es hat schon zwei Tage gedauert, bis ich die Enttäuschung verdaut hatte“, gibt Brunst zu. „Ich habe viel darüber nachgedacht, woran es gelegen hat, was ich hätte besser machen können. Ich habe in dieser Zeit viel mit meiner Familie und meiner Freundin gesprochen, die mir den Rücken gestärkt und mir Mut gemacht haben.“

Mittlerweile gibt sich der ehemalige Wolfsburger und Hamburger aber wieder kämpferisch: „Mir wurde nie etwas geschenkt und ich habe mir alles hart erarbeitet. So sehe ich das jetzt auch. Irgendwann wird sich diese Arbeit auszahlen.“

Extraschicht am freien Montag

Wie groß sein Ehrgeiz ist, wird auch dadurch deutlich, dass er den freien Tag am Montag dafür nutzte, eineinhalb Stunden mit Felix Lohkemper eine Sonderschicht zu absolvieren. „Zunächst habe ich konditionelles Training gemacht, dann haben wir Torschüsse und das Spiel mit dem Ball am Fuß trainiert“, sagt Brunst.

Dieser Einsatz könnte sich schon bald auszahlen, bereits am Sonntag im Pokal gegen Augsburg hat der Ersatztorhüter gute Aussichten auf eine Bewährungschance und den ersten Pflichtspieleinsatz im FCM-Trikot. „Ich habe schon von der Idee gehört, dass ich im Pokalspiel auflaufen könnte. Vor einem Jahr war das bei Leo-pold Zingerle ja auch so“, sagt er. „Eine genaue Zusage gibt es zwar noch nicht, ich werde aber wie zuletzt im Training alles geben.“ Härtel bestätigte diese Überlegung: „Wenn Alexander weiterhin gut trainiert, ist es durchaus möglich, dass er gegen Augsburg aufläuft und sich in einem großen Spiel vor großen Kulisse bewähren kann.“

Für Brunst wäre das Pokalspiel kein alltägliches Debüt. „Dieses Spiel ist schon besonders. Sicherlich ist Augsburg als Bundesligist der Favorit, wir werden ihnen aber alles abverlangen. Wir spielen schließlich zu Hause bei Flutlicht und das Stadion wird voll sein“, sagt er.

Richtige Balance gefunden

Gegen Augsburg könnte er Härtel beweisen, dass er dem Druck vor einer großen Kulisse standhält. „Ich war zu Beginn der Vorbereitung ein bisschen zu verkrampft. Vielleicht lag es daran, dass ich neu war, außerdem kam ich aus einer Verletzung, ich hatte ein Knochenmarködem“, sagt Brunst. „Mittlerweile fühle ich mich aber viel besser und habe auch die Balance zwischen Ehrgeiz und Entspannung gefunden.“

Diese Balance ist gerade in einem Pokalspiel gegen einen starken Bundesligisten gefordert.

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