Beim Blick auf die Aufstellung gab es beim 1. FC Magdeburg in Wiesbaden einen Namen, mit dem im Vorfeld nicht zu rechnen war.

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Magdeburg l Der 22-Jährige stand im Tor, Stammkeeper Jan Glinker musste verletzt in Magdeburg bleiben.

Glinker schmerzt die Achillessehne

Glinker klagte bereits beim 2:0 gegen Karlsruhe über Achillessehnenprobleme. „Es ging dann im Verlauf der Woche im Training zwischenzeitlich besser, sah aber in der Abschlusseinheit nicht mehr so gut aus“, sagte FCM-Trainer Jens Härtel.

So musste Glinker wegen einer Achillessehnenreizung auf die Fahrt nach Hessen verzichten, Alexander Brunst kam zu seinem Drittligadebüt im FCM-Trikot. „Ich habe mich schon über die Einsätze zuvor im Pokal gefreut. Dieses Spiel war aber etwas ganz Besonderes. Ich bin auf Wolke sieben“, sagte er. Dass er zwischen den Pfosten stehen würde, erfuhr Brunst im Verlauf der Fahrt nach Wiesbaden während einer Pause. „Ich freue mich, dass mir der Trainer das Vertrauen geschenkt hat“, betonte er, fügte aber selbstkritisch an: „Ich hatte ein, zwei Unsicherheiten, mir fehlt ein bisschen die Spielpraxis.“

Brunst verdribbelt sich

Nachdem Brunst gut ins Spiel fand und sich in der 16. Minute mit einer starken Parade gegen Wiesbadens Patrick Funk auszeichnen konnte, unterlief ihm kurz vor der Pause ein schwerer Fehler. Auf der rechten Seite wollte er Maximilian Dittgen mit einem Haken ausspielen, verlor dabei allerdings den Ball (44.). Dittgen passte in die Mitte auf Stephan Andrist, dessen Kopfball neben das leere Tor flog. „Ich sehe, dass der Gegenspieler auf mich zukommt, hatte aber das Selbstvertrauen und wollte ihn ausspielen. Eigentlich war ich an ihm bereits vorbei, nahm den Ball aber schlecht mit. Da ist mir das Herz schon ein bisschen in die Hose gerutscht“, sagte Brunst.

Härtel hatte diesbezüglich eine klare Meinung. „Das war völlig unnötig. Alexander hatte den Ball auf dem rechten Fuß und hätte ihn rausschlagen können. Ich weiß nicht, warum er einen Haken schlägt und sich den Ball auf seinen schwächeren Fuß legt“, ärgerte er sich. „Er hat ein paar Situationen gut gelöst, sah aber beim Gegentor nicht so gut aus.“ Der Trainer fand aber auch versöhnliche Worte: „Man darf nicht vergessen, dass es sein erstes Drittligaspiel war. Es war extrem viel Druck auf der Partie und so etwas schüttelt er nicht so einfach aus den Kleidern. Wir werden das Spiel ordentlich mit ihm auswerten.“

Zweiter Einsatz bereits am Dienstag?

Ob Brunst morgen im Nachholspiel in Jena wieder zwischen den Pfosten stehen wird, hängt davon ab, wie sich der Gesundheitszustand bei Glinker entwickelt. Am Sonnabend konnte er nicht trainieren und wurde behandelt. Gestern Nachmittag war er zwar wieder dabei, da Härtel in solchen Situationen aber häufig lieber etwas vorsichtiger ist, kann es durchaus sein, dass Glinker auch in Jena nicht aufläuft. Es wäre eine weitere Chance für Brunst.

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