Für Richard Weil ist das Spiel des Drittligisten 1. FC Magdeburg am Sonnabend (14 Uhr) bei den Würzburger Kickers mit Emotionen verbunden.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Mit Würzburg stieg er 2016 in die 2. Bundesliga auf. In Magdeburg läuft unterdessen am Saisonende der Vertrag des Abwehrchefs aus.

Die Personalplanungen kommen beim FCM Schritt für Schritt voran. Mit der Verlängerung von Trainer Jens Härtel hat der Club eine der wichtigsten Baustellen bereits vor dem ersten Spiel des Jahres in Erfurt schließen können. In der Defensive wurden zudem Nico Hammann per Option und Christopher Handke weiter an den Verein gebunden.

Auf Anhieb Führungsspieler

Offen ist hingegen die Zukunft von Abwehrchef Weil, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft. Im Januar vor einem Jahr wechselte der 29-Jährige vom damaligen Zweitligisten Würzburger Kickers nach Magdeburg und avancierte sofort zum Führungsspieler. Einen neuen Kontrakt hat er bisher aber noch nicht in der Tasche. „Ich würde sehr gerne in Magdeburg bleiben. Ich habe mir mit Würzburg durch den Aufstieg in die 2. Bundesliga einen Traum erfüllt. Das will ich jetzt mit dem FCM wiederholen. Ich möchte hier etwas mit aufbauen“, sagt Weil. „Jeder im Verein weiß, was er an mir hat.“

Die Statistik spricht für ihn. Mit Weil in der Mannschaft kassierte der Club in der Rückrunde der vergangenen Saison nur acht Gegentreffer in zwölf Partien, in dieser Spielzeit 15 Tore in 16 Partien. „Richard ist ein Spieler, der uns guttut“, betont Maik Franz, Assistent der FCM-Geschäftsführung. „Zum geeigneten Zeitpunkt werden wir Gespräche mit den Spielern führen, deren Verträge auslaufen.“

Würzburg ist gut drauf

Zunächst gilt die Konzentration dem kommenden Gegner Würzburg. Mit den Kickers verbindet Weil besondere Erlebnisse. Von 2015 bis Januar 2017 trug er das Trikot der Main-Franken und verbuchte in der Aufstiegsrelegation einen Treffer und eine Vorlage gegen Duisburg. „Ich habe auch das erste Zweitligator der Kickers in Würzburg erzielt“, sagt er.

Weniger beliebt machte er sich beim kommenden FCM-Gegner, als er im Hinspiel nach seinem Elfmetertreffer für Magdeburg jubelte. „Das hatte aber nichts mit fehlendem Respekt vor Würzburg zu tun, sondern vielmehr damit, dass ich in den ersten Saisonpartien nicht gespielt hatte“, erklärt Weil. „Sollte ich am Sonnabend treffen, würde ich mich entsprechend zurückhalten.“

Vor dem Duell am Sonnabend warnt er vor seinem Ex-Verein. „Ich beurteile einen Klub nicht nach seinem Tabellenstand, sondern nach der Form. Würzburg hat immerhin sieben der vergangenen acht Partien gewonnen“, so Weil.

Flexibel einsetzbar

Zuletzt gegen Meppen lief er im defensiven Mittelfeld auf, in Erfurt war er Abwehrchef in der Dreierkette. „Mir ist eigentlich egal, wo ich spiele, wichtig ist, dass ich spiele“, stellt er klar.

Dass das Umfeld nach nur einem Punkt aus zwei Spielen unruhig wurde, kann Weil nicht verstehen. „Ich denke, dass das Trainerteam, die Mannschaft und die Geschäftsführung die Situation richtig einschätzen“, sagt er. „Manche im Umfeld reden aber nur noch von der 2. Bundesliga. Wir müssen uns allerdings jeden Erfolg hart erkämpfen. Ich bin trotzdem davon überzeugt, dass wir wieder in die Spur kommen, wenn wir unseren Weg weitergehen.“

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