Welche Pläne FCM-Trainer Michael Oenning für die Länderspielpause hat.Von Anne Toss ›

Magdeburg l Die Saison in der 2. Fußball-Bundesliga biegt in die Schlussgerade ein. Ab Freitag nächster Woche geht es mit dem Heimspiel gegen Heidenheim für den FCM darum, einen Nichtabstiegs-Platz zu sichern. Für Michael Oenning, Trainer des 1. FC Magdeburg, bietet die aktuelle Länderspielpause die Gelegenheit, Feintuning zu betreiben.

„Wir werden im körperlichen Bereich ziemlich viel machen. Da unser Spiel sehr intensiv ist, brauchen wir ein hohes konditionelles Level“, erklärt Oenning. „Außerdem ist es mir wichtig, individuell zu trainieren. Also auch mal separat mit den Abwehrspielern oder den Stürmern. So können wir Leichtsinnsfehler, die uns immer wieder passieren, aufarbeiten.“

Das FCM-Problem mit dem Abseits

Was er meint, wurde am Mittwoch im Training klar. Da ging es unter anderem um das richtige Timing beim Pass in die Spitze. „Wir haben oft die Situation, dass Felix Lohkemper so schnell ist, dass er immer auf der Abseitslinie läuft. Gegen Dresden wurde er ja leider auch zu Unrecht zwei-, dreimal zurückgepfiffen. Da müssen wir noch länger warten, um den Pass in die Tiefe zum richtigen Zeitpunkt zu spielen“, berichtet Oenning.

FCM testet gegen Tschechen

Beim Testspiel an diesem Donnerstag gegen FK Usti nad Labem (15?Uhr, Platz 2 an der MDCC-Arena) lässt Oenning trotzdem vorrangig Spieler aus der zweiten Reihe auflaufen. Auch das mit einem Hintergedanken. „Die Spieler, die nicht regelmäßig zum Einsatz kommen, haben jetzt die Chance, sich 90 Minuten zu zeigen. Und das unter Wettkampfhärte“, sagt der Trainer. Er betont, dass der Weg in die Startaufstellung weiterhin offen ist.

„Man hat ja häufiger gesehen, dass wir doch ab und an eine Alternative brauchen. Deshalb ist es wichtig, dass nicht nur taktisch, sondern auch körperlich alle voll da sind.“

Magdeburger Spieler sollen sich aufdrängen

Das Spiel soll also als Gelegenheit begriffen werden, zu sagen: „Guck mal Trainer, ich kann‘s doch auch“, sagt Oenning. Ähnlich wie bei Björn Rother, der gegen Dynamo Dresden erstmals nach sechs Partien wieder von Beginn an auf dem Platz stand. „Es kann in beide Richtungen schnell gehen – rein- oder rauszurutschen. Denn wir haben keine Zeit, etwas auszuprobieren, wir müssen die Klasse halten.“

Eine Überraschung für Spieler und Trainer ist derweil der Gegner aus Tschechien. Da die 3. Liga durchspielt, man einen Zweitligisten nur ungern angefragt hätte und die Bundesligisten schon frühzeitig eigene Ideen hatten, blieb dem FCM eigentlich nur die Option, gegen eine Mannschaft aus dem Ausland zu testen.

Unbekannter FCM-Gegner

„Ich habe keine nähere Beziehung zu dem Gegner. Es ist ein tschechischer Zweitligist. Mehr weiß ich nicht – das ist aber auch nicht entscheidend“, erzählt Oenning. Entscheidend für ihn ist vielmehr, wie sich seine Spieler präsentieren. „Alle sind hier in Lohn und Brot und müssen sich tagtäglich beweisen. Und das machen sie auch. Es ist ein harter Kampf um die Positionen.“

Deshalb wird der FCM auch vor dem Spiel gegen den Hamburger SV am 8. April die etwas längere Vorbereitungszeit für einen Test gegen Oberligist Luckenwalde nutzen. Das genaue Datum steht noch nicht fest.

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