Zu gerne würde sich Torjäger Christian Beck vom 1. FC Magdeburg mit einem Sieg in Lotte in die Winterpause verabschieden.

Magdeburg l Nach 14 Punkten in den vergangenen sechs Spielen (zuletzt vier Siege in Serie) und dem Sprung auf Relegationsplatz drei ist das Selbstbewusstsein beim FCM vor dem Spiel in Lotte (Sonnabend, 14 Uhr, Frimo-Stadion, live im MDR und WDR) derzeit riesengroß. „Wenn wir läuferisch und kämpferisch daran anknüpfen können, was wir zuletzt gezeigt haben, bin ich guter Dinge, den Platz in Lotte am Sonnabend mit drei Punkten im Gepäck zu verlassen“, sagte Beck am Donnerstag.

Dabei hofft der 28-Jährige, sich auch ein persönliches Vorweihnachtsgeschenk machen zu können: „Noch ein Tor, dann wären es zehn und eine runde Zahl“, hat er sich vorgenommen, relativierte aber sogleich: „So schön es ist, Tore für den Club zu erzielen – wichtiger sind die drei Punkte.“

Ansonsten sei es mit Geschenken für ihn immer schwierig, „weil man sich alles selber kaufen kann“. Meistens, so Beck, laufe es auf einen Event-Gutschein hinaus, wobei der Club-Stürmer gerne ins Kabarett (z.B. Mario Barth) oder, wenn es die Zeit erlaubt, zum Bundesligafußball (Borussia Dortmund) geht.

Zurück zum FCM: Den Blick auf die Tabelle nennt der gebürtige Erfurter ein „schönes Gefühl“, warnte aber zugleich: „Wir wissen, wo wir herkommen. Und diese Liga ist so ausgeglichen, dass man gut daran tut, den Ball flachzuhalten.“

Aber schon jetzt, einen Spieltag vorm Ende der Hinrunde, sprach Beck von einer „sehr positiven Hinrunde“. Die für ihn persönlich allerdings den faden Beigeschmack der Roten Karte in Großaspach und der darauffolgenden Zwei-Spiele-Sperre hatte.

Beck bekräftigte erneut, dass er sich pudelwohl in Magdeburg fühle, sich sogar vorstellen könne, seine Karriere hier zu beenden. „Aber das liegt bekanntlich nicht allein in meiner Hand“, so der Torjäger, der die Winterpause bis zum Trainingsstart am 4. Januar mit einem lachenden und einem weinenden Auge sieht: „Einerseits ist es schade, weil wir gerade einen Lauf haben, diesen ausbauen wollen und ich daher gerne weitergespielt hätte. Andererseits – wenn ich unseren Vorbereitungsplan sehe, sind ein paar Tage Ruhe gar nicht so schlecht.“

Hintergrund: Chefcoach Jens Härtel gibt jedem Spieler einen individuellen Trainingsplan, wie er sich während der freien Zeit fitzuhalten hat. Beck: „Der hat es in sich. Bei mir sind‘s allein acht Laufeinheiten. Und ich kenne keinen Fußballer, der gerne läuft.“

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