Das kommende Spiel des 1. FC Magdeburg bei Rot-Weiß Erfurt ist für FCM-Stürmer Christian Beck aus zwei Gründen besonders.

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Manuel Holscher

Manuel Holscher
Magdeburg l Der gebürtige Erfurter bestreitet sein 200. Pflichtspiel im Club-Trikot und trifft dabei auf seinen Ex-Verein.

Die Duelle mit Rot-Weiß Erfurt sind für Beck in den vergangenen Jahren immer wieder mit emotionalen Erlebnissen verbunden gewesen. Beim 2:0 zu Hause am 1. April 2017 erzielte er ein sensationelles Tor per Fallrückzieher. Außerdem traf der 29-Jährige am 24. Juli 2015 beim 2:1 im ersten Drittliga- spiel des Clubs und war damit für den ersten FCM-Treffer in dieser Liga verantwortlich.

Beck freut sich auf Ex-Klub

Wenn Beck heute eingesetzt wird, und davon ist auszugehen, wenn er sich nicht kurzfristig verletzen sollte, steht zudem noch ein Jubiläum auf dem Programm: Das 200. Pflichtspiel im FCM-Trikot, für den er seit Januar 2013 aufläuft. „Das höre ich jetzt zum ersten Mal. Es macht mich extrem stolz, das hier in Magdeburg geschafft zu haben. Dass ich diese Marke in Erfurt erreiche, ist für mich sensationell“, sagt er. „Ich freue mich darauf, bin aber am Ende nur wirklich glücklich, wenn wir auch die drei Punkte mitnehmen. Über ein 200. Pflichtspiel spricht man oft länger und noch etwas intensiver, wenn es für uns erfolgreich war.“

Torjäger macht sich Gedanken

Die schwierige Situation des heutigen Gegners hat ihn unterdessen in den vergangenen Wochen durchaus beschäftigt. Der gebürtige Erfurter wurde bei Rot-Weiß groß und trug jahrelang das Trikot der Rot-Weißen. Dass der Verein jetzt sportlich und finanziell in Not ist, nimmt auch Beck mit. „Es tut extrem weh. Ich schaue mir das als Erfurter genau an, saß auch im Winter mit dem einen oder anderen aktuellen und Ex-Spieler wie Matthias Rahn oder Carsten Kammlott zusammen“, sagt er. „Wir haben uns Gedanken gemacht, wo der Verein stehen könnte, wenn alle Spieler, die mal dort waren, jetzt noch das Trikot tragen würden. Dann hätte Erfurt eine überragende Drittligamannschaft.“

Der Torjäger stellt klar, dass es damals aber einige Leute gab, die sich für einen anderen Weg entschieden haben. „Für mich war es ein Glück, weil ich mit dem Wechsel zum FCM alles richtig gemacht habe. Wir sind ganz oben und wollen in Erfurt unbedingt gewinnen. Danach kann mein Ex-Verein gerne noch viele Punkte holen“, sagt Beck.

Gespräche mit Handke

Auch mit seinem Teamkollegen Christopher Handke, der früher ebenfalls in Erfurt spielte, tauscht er sich regelmäßig aus. Handke wohnte mit Kammlott früher sogar in einer Wohngemeinschaft zusammen. „Vor diesem Spiel kribbelt es schon mehr als gegen andere Teams“, gibt Handke zu. „Es ist schön, nach Hause zu kommen und Freunde zu sehen, die man sonst nicht so häufig treffen kann.“

Für Beck und Handke gilt es jetzt, den Startfluch des FCM nach der Winterpause zu besiegen. Vor einem Jahr unterlag der Club bei Fortuna Köln (1:2), in der Saison 2015/16 lief es trotz eines 2:1 beim HFC danach nur schleppend. „Wir wissen auch nicht, woran es liegt, wollen jetzt aber unbedingt erfolgreicher als zuletzt ins Jahr starten“, so Beck.

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