Von Manuel Holscher ›

Christian Beck hatte einen großen Anteil an den zwei Siegen des 1. FC Magdeburg. Dabei zeichnete er sich in einer neuen Rolle aus.

Magdeburg l Christian Beck war am Sonntagabend müde. Sogar so müde, dass er auf den Super Bowl, das Endspiel in der nordamerikanischen American-Football-Liga NFL, verzichtete. Dabei wäre eine Fernseh-Nachtschicht durchaus möglich gewesen. FCM-Trainer Michael Oenning gab seiner Mannschaft nach dem 1:0 in Ingolstadt schließlich am Sonntag und Montag frei.

Beck für die Patriots

Über den Sieg der New England Patriots hat sich Beck trotzdem gefreut. „Ich war für New England“, gesteht er. Der Stürmer besitzt sogar eine Mütze mit dem Logo der Patriots.

Gefreut hat sich der Stürmer natürlich auch über die vergangenen beiden Siege des Clubs. „Ich bin überglücklich. Das war sehr wichtig“, sagt er.

Beck und die Pässe

Beck hatte einen entscheidenden Anteil an den 1:0-Erfolgen gegen Aue und Ingolstadt. Diesmal allerdings nicht wie gewohnt als Torjäger, sondern als Mann für die entscheidenden Pässe. Den Treffer von Felix Lohkemper gegen Aue legte er mit einem langen Pass vor. Und auch in Ingolstadt war es Beck, der Philip Türpitz mit Übersicht in Szene setzte. „Zwei Tore in zwei Spielen vorzubereiten ist auch schön. Das waren gute Pässe und gute Abschlüsse“, sagt er und schmunzelt. „Wichtig ist aber, dass wir jeweils die drei Punkte geholt haben.“

Trotzdem: Wer Beck kennt, weiß, dass er sich ohne Tore nicht komplett fühlt. Der 30-Jährige ist Torjäger durch und durch, er definiert seinen persönlichen sportlichen Wert auch über die erzielten Treffer. „Irgendwann werde ich mich auch wieder belohnen“, glaubt er.

Dabei ist die Bilanz des gebürtigen Erfurters schon jetzt beeindruckend: In 20 Partien verbuchte er immerhin acht Tore und sechs Vorlagen. An sieben der vergangenen acht FCM-Treffer war Beck direkt beteiligt.

Beck läuft viel für den FCM

Diese Werte belegen, warum der Stürmer so wichtig für den Club ist. Auch wenn Trainer Michael Oenning das Wort Stammspieler nicht mag, stattdessen lieber von Leistungsträgern spricht. Beck ist ein Spieler, der momentan eine Stammplatzgarantie haben dürfte. Das liegt auch an seiner Rolle als Kapitän, als Antreiber der Mannschaft. In Ingolstadt lief er 10,41 Kilometer, gegen Aue waren es 10,43 Kilometer.

Oenning schätzt diese Flexibilität. „Christian ist für uns als Torschütze eminent wichtig. Genauso wichtig ist aber, dass er die Bälle festmacht, verlängert und auch in die Tiefe spielt“, betont der Trainer.

Kritisch trotz der Siege

Trotz der sechs Punkte und der damit verbundenen besseren Stimmung war es aber Beck, der sich in Ingolstadt nicht blenden lassen wollte. „Wir haben 75 Minuten kein gutes Spiel gemacht“, stellte er nach der Partie klar. „Zur Halbzeit war das Beste am Spiel das Ergebnis.“

Mit viel Respekt blickt der Kapitän auf die kommende Aufgabe. Am Sonntag um 13.30 Uhr empfängt der FCM in der MDCC-Arena Holstein Kiel. „Das wird extrem schwer. Wir treffen auf eine spielstarke Mannschaft“, warnt er, sagt aber auch: „Wir haben jetzt einen Lauf und wollen ihn weiter ausbauen. Dafür werden wir alles tun.“

Vielleicht winken dem FCM bei einem Sieg gegen Kiel sogar erneut zwei freie Tage. Christian Beck hätte sicherlich nichts dagegen. Um dann mal wieder richtig ausschlafen zu können.

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