Der Druck, der auf Christian Beck, Top-Torjäger beim Drittligisten 1. FC Magdeburg, lastete, war groß.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Mit seinem Treffer zum 1:0 in der 87. Minute im DFB-Pokal gegen den FC Augsburg ließ er nicht nur den Fans in der MDCC-Arena jubeln. Es war auch für Beck selber eine Befreiung. In der bisherigen Drittliga-Saison ist der 29-Jährige noch ohne Treffer. Manche zählten schon die Minuten und zogen sich den Unmut des Torschützenkönigs der vergangenen Spielzeit zu.

Für diese Kritiker hatte Beck nach seinem Treffer auch eine eindeutige Botschaft. Mit dem Zeigefinger deutete er auf den Mund. „Für mich persönlich war das Tor sehr wichtig. Ich habe zuletzt viel auf die Gusche bekommen, weil ich nicht getroffen hatte“, sagte er. „Ich habe aber immer weiter Gas gegeben, der Trainer hat mir den Rücken gestärkt und jetzt habe ich mich belohnt. Ich bin stolz auf mich und die Mannschaft.“

Für Beck war der Pokaltreffer ein Déjà-vu: Schon vor drei Jahren beim 1:0 in der ersten DFB-Pokalrunde gegen Augsburg traf er nach einer Flanke von Nico Hammann. Auch diesmal kam der lange Ball von Hammann.

Der Stürmer selbst ging lange Wege, verlängerte viele Bälle und war im entscheidenden Moment da. Einen Antrag, dass der FCM häufiger gegen Augsburg antritt, wollte er dann aber doch nicht stellen. „Manche denken vielleicht, dass ich das machen sollte. Ich denke aber, dass ich auch schon häufig bewiesen habe, dass ich gegen andere Mannschaften treffen kann“, sagte er und lächelte. „Ein Tor ist Balsam für die Seele und ich hoffe, dass es jetzt auch in der Liga wieder für mich vorwärts geht.“

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