Von Manuel Holscher ›

Für den 1. FC Magdeburg geht es am Dienstag (20.30 Uhr) bei Hansa Rostock weiter. Für Christian Beck ist es eine besondere Partie.

Magdeburg l Christian Beck muss lächeln, wenn er auf das Ostderby am Dienstag (20.30 Uhr) beim FC Hansa Rostock angesprochen wird. Trotz aller Rivalität hat der Kapitän des 1. FC Magdeburg nämlich gleich drei Gründe, weshalb diese Partie für ihn kein normaler Drittliga-Alltag ist. „Ich freue mich sehr auf das Wiedersehen mit Jens Härtel, Ronny Thielemann und Nils Butzen“, sagt Beck.

Mit Ex-Trainer Härtel sowie dessen Co Thielemann verbindet Beck eine enorm erfolgreiche Zeit beim FCM, stieg 2015 in die 3. Liga und 2018 in die 2. Bundesliga auf. Neben seinem fußballerischen Ziehvater Andreas Petersen ist Härtel der Coach, der Beck am meisten geprägt hat. Emotional war deshalb auch die Umarmung zwischen Beck und Härtel nach dem 2:3 am 11. November 2018 gegen Jahn Regensburg, dem letzten Spiel von Härtel als FCM-Coach. Es ist eine Verbindung, die nie abriss. „Im Spiel werde ich sicher keine Rücksicht nehmen, vor und nach dem Spiel sieht das aber natürlich ganz anders aus“, erzählt Beck.

Enge Freundschaft mit Butzen

Eine enge Freundschaft pflegt Beck mit Nils Butzen, seinem Vorgänger als FCM-Kapitän. Der Stürmer nahm Butzen auch immer in Schutz, als dieser gerade in der Zweitliga-Saison häufig kritisiert wurde.

Für Butzen hingegen war der 1:0-Sieg der Rostocker im Hinspiel in der MDCC-Arena ein ganz spezielles Erlebnis. „Es war mir sehr wichtig, dass wir das Spiel gewinnen“, sagte er nach dem Spiel mit Blick auf seinen nicht geräuschlosen Wechsel im vergangenen Sommer.

Auch Beck hat das Hinspiel nicht vergessen – der 32-Jährige brennt heute auf eine Revanche: „Es ist schade, dass keine Fans zugelassen sind, weil die Kulisse bei diesen Spielen ansonsten immer toll ist. Ich hoffe, dass wir das Hinspiel wettmachen und dort endlich mal drei Punkte holen.“

FCM wartet seit 1978 auf Sieg in Rostock

Es wäre ein historischer Triumph, schließlich wartet der FCM mittlerweile seit 1978 auf einen Sieg im Ostseestadion. Was gegen einen Erfolg spricht: Der FC Hansa ist auch in dieser Saison enorm heimstark, holte bereits 27 Punkte aus 15 Spielen. Andererseits sind in Corona-Zeiten mit Spielen ohne Zuschauer die Karten ja bekanntlich völlig neu gemischt.

FCM-Trainer Claus-Dieter Wollitz wird unterdessen wohl wieder ordentlich rotieren, sechs bis acht personelle Wechsel sind denkbar. „Das haben wir zuvor so abgesprochen und werden auch dabei bleiben“, sagt der Coach.

Teamgeist ist gefragt

So könnte in Rostock ähnlich wie beim 1:0 in Würzburg zunächst eine Startelf mit Spielern auf dem Rasen stehen, die vermeintlich hinten dran sind. In Würzburg bestanden sie den Stresstest und überzeugten durch viel Leidenschaft und einen Teamgeist, der beim Club in dieser Saison noch nicht so oft zu sehen war. „Die Jungs haben gezeigt, dass sie ein Team sind“, lobte Wollitz nach dem Würzburg-Spiel. „Im Fußball geht es immer um die Gemeinschaft und nicht um Einzelne. Darauf kommt es jetzt in unserer schwierigen Situation ganz besonders an.“

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