Autor: Thomas Juschus

Kommentar

Ein gebranntes Kind scheut das Feuer – so muss man wohl die Initiative vom 1. FC Magdeburg, Stadt und Polizei deuten, beim überaus brisanten Ost-Derby gegen Hansa Rostock die Gästefans auszusperren. Beide Vereine durften sich in dieser Saison schon oft an ihrer tollen Fanszene erfreuen, in der aber Einzelne auch immer wieder zu Randale und Gewaltexzessen neigen, die FCM und Hansa viel Geld gekostet haben. Sehr viel Geld. Die jüngste Strafe für den Club aus der Vorwoche ist da noch gut in Erinnerung.

Vor diesem Hintergrund ist der Aufruhr in den Fan-Gruppierungen und -Organisationen nur allzu gut zu verstehen. Denn greift das zum Glück gescheiterte Magdeburger Versuchs-Modell um sich, stehen demnächst auch die Magdeburger Fans vor den Stadiontoren – in Dresden, Halle oder anderswo. Das kann und darf auch nicht sein. Die Freigabe von 700 Karten für Hansa-Fans ist jetzt aber Verpflichtung – für beide Fan-Lager, für ein ebenso stimmungsvolles wie friedliches Ost-Derby.

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