Dass die Siegesserie des Drittligisten 1. FC Magdeburg irgendwann enden musste, war selbst größten Optimisten klar.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Das 1:3 (1:2) beim FSV Zwickau hinterließ trotzdem einige Fragezeichen. Im Top-Spiel am Dienstag (19 Uhr) gegen Tabellenführer Paderborn geht es auch um die Grundtugenden.

Nach dem Spiel in Zwickau waren die Spieler des FCM enttäuscht und teilweise auch etwas ratlos. „Mir fehlen ein bisschen die Worte“, sagte Abwehrspieler Christopher Handke. „Wir hatten selten die 50:50-Entscheidungen für uns. Zwickau hatte in den Zweikämpfen auch das Glück auf seiner Seite.“

Handke kritisiert Schiedsrichter

Nicht einverstanden war Handke mit der Leistung von Schiedsrichter Tobias Fritsch. „Da gab es einige Situationen, die gegen uns gepfiffen wurden. Ich bin eigentlich niemand, der den Schiedsrichter kritisiert. Diesmal muss ich aber den Finger in die Wunde legen, weil ich nicht mit ihm zufrieden war“, sagte er, ergänzte aber auch: „Es lag nicht nur am Schiedsrichter alleine, das steht auch fest.“

Ein Problem war auch die Konsequenz bei gegnerischen Standards. Zweimal setzten sich FSV-Spieler jeweils nach einem Freistoß im Gewühl durch, in der 22. Minute traf Davy Frick zum 1:0 und in der 63. Minute Nico Antonitsch zum 3:1. „Wir müssen diese Situationen besser klären, auch wenn der Ball dem FSV oft vor die Füße fiel“, sagte Handke.

Zwickau mit alten FCM-Tugenden

Zwickau schlug den FCM mit dem Spiel, mit dem der Club zwei Jahre in der 3. Liga sehr erfolgreich war. Sie waren in der Defensive sehr giftig und engagiert, schalteten schnell um, schlugen viele lange Bälle auf Stürmer Ronny König, der diese sicherte und auch zum zwischenzeitlichen 2:0 (41.) traf. „Sie haben es schon einfach gehalten mit langen Bällen vorne auf König, der oft verlängert hat. Zwickau war auch sehr effizient“, betonte Handke, der froh ist, dass es am Dienstag weitergeht: „Das ist das Gute im Fußball, dass es gleich weitergeht. Wir werden das Zwickau-Spiel analysieren und uns dann auf Paderborn konzentrieren.“

FCM-Trainer Jens Härtel gab zu, dass die Niederlage nicht unverdient war. „Es war eine intensive Partie. Zwickau hat die Chancen nach den Standardsituationen gut genutzt. Wir hatten anfangs Probleme, gegen König zu verteidigen. Das hat im Verlauf der Partie besser geklappt, weil wir ihn gedoppelt haben.“ Etwas Glück hatte der FCM auch, als der Weitschusstreffer von Mike Könnecke vom Schiedsrichter wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht gegeben wurde (35.). „Eine solche Situation wird auch nicht immer abgepfiffen“, so Härtel.

Auf der anderen Seite hatte seine Mannschaft Pech, als Richard Weil (40.) und Christian Beck (83.) nur Aluminium trafen. „Wir müssen die Niederlage jetzt so akzeptieren und uns schütteln, weil nicht alles schlecht war. Gegen Paderborn müssen wir es besser machen“, betonte der Trainer.

Fokus auf Paderborn-Partie

Marius Sowislo, der für Dennis Erdmann in die Start- elf kam und den Ehrentreffer kurz vor der Halbzeit erzielte, fand klare Worte. „Wir hatten einige Chancen, haben diese aber vergeben. Zwickau war bei den Standards konsequenter“, sagte der Kapitän. „Der Fokus liegt jetzt auf Paderborn. Wir müssen den Trend wieder auf unsere Seite bringen. Morgen werden wir sehen, wie wir mit der Situation klarkommen.“

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