Nach dem super Saisonstart muss Drittligist 1. FCM die erste Negativserie verdauen. Trainer Härtel sieht trotz Torflaute positive Ansätze.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Beim 0:1 in Karlsruhe hat beim FCM trotz der Niederlage einiges gepasst. Allerdings stand am Ende wieder eine Niederlage, die dritte in Folge, jeweils ohne selbst getroffen zu haben. „Wir hatten vier, fünf richtige gute Chancen. Die müssen dann auch mal reichen“, ärgerte sich FCM-Trainer Jens Härtel. „Wir waren in einigen Situationen zu hektisch, gerade nach dem Rückstand fehlte uns die Ruhe.“

Philip Türpitz, der die Führung für den FCM in der ersten Hälfte auf dem Fuß hatte, hofft darauf, dass der Club sich schnell wieder fängt. „Diese Spielfreude, die uns zu Saisonbeginn so ausgezeichnet hat, müssen wir wieder zeigen. Deshalb sollten wir uns auf das kommende Spiel freuen. Wir müssen und werden dafür als Mannschaft noch enger zusammenrücken“, sagte Türpitz.

Härtel nimmt seine Spieler aber auch in Schutz: „Der Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen, sie hat bis zum Schluss alles gegeben.“ Wie aber schon Steffen Schäfer nach dem Karlsruhe-Spiel passend festgestellt hat, ziehen sich die aktuellen Probleme des FCM wie ein roter Faden durch die vergangenen Partien. „Torchancen, die wir vor Wochen noch verwandelt haben, machen wir gerade einfach nicht“, so Schäfer.

Ein positiver Ansatz sei laut Härtel die wiedergewonnene defensive Stabilität. „Die Abwehr hat es gut gemacht. Die Jungs haben bis zum Rückstand kaum etwas zugelassen“, sagte der Coach. „Wir haben nach dem Spiel gegen Dortmund daran gearbeitet, mehr Stabilität reinzubekommen. Ich denke, dass man gesehen hat, dass wir diesbezüglich besser als zuletzt waren.“

Dreierkette stabil

Mit Schäfer, Christopher Handke und Nico Hammann habe sich die Dreierkette gut präsentiert. Richard Weil, der diesmal draußen war, könnte aber bereits am Sonnabend (14 Uhr) im nächsten Spitzenspiel zu Hause gegen den momentan bärenstarken SV Wehen Wiesbaden wieder eingreifen. „Richard hatte zuletzt immer durchgespielt, deshalb hat er eine Pause bekommen. Jetzt müssen wir schauen, wie wir es machen, weil es mit der Dreierkette so gut geklappt hat“, betonte Härtel.

Mit der Stabilität als Basis gelte es jetzt, gegen Wehen Wiesbaden Tore zu erzielen, am besten möglichst schnell. „Tore verändern Charaktere von Spielen. Das hat man in Osnabrück gesehen, da lief es für uns. Gegen Haching und in Karlsruhe sind wir zu ungünstigen Zeitpunkten in Rückstand geraten. Das müssen wir jetzt gegen Wehen Wiesbaden ändern“, sagte der FCM-Trainer, dem bewusst ist, welch schwere Aufgabe der Club vor der Brust hat. Mit 29 Punkten und einer herausragenden Tordifferenz von 31:10 (bester Angriff, zweitbeste Abwehr) beträgt der Rückstand als Vierter nur noch einen Punkt auf den Dritten FCM. Sechs der vergangenen sieben Ligaspiele entschied der Verein für sich und erzielte dabei fast unglaubliche 22 Tore. „Fußball ist immer auch Kopfsache. Wir werden die Karlsruhe-Partie analysieren und sehen, was wir falsch gemacht haben. Am Sonnabend zu Hause stehen wir unter Druck und müssen es wieder besser machen“, gibt Handke die Richtung vor.

 

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