Es läuft beim FCM: Nach drei Siegen in der Liga und dem Erfolg gegen Augsburg im Pokal hat der 1. FC Magdeburg auch bei Preußen Münster dreifach gepunktet. Vor 10.269 Zuschauern im Preußenstadion präsentierten sich die Sachsen-Anhalter nicht in Bestform. Ein clever ausgespielter Konter reichte am Ende aber für einen kappen 1:0 (0:0)-Sieg

Jens Härtel setzt weitgehend auf Konstanz

Nach dem erfolgreichen Pokalwochenende hatte Jens Härtel kaum Gründe seine Startelf zu verändern. Dennoch musste Tobias Schwede auf der Bank platznehmen, genau wie Torhüter Mario Seidel, der gegen Augsburg ein starkes Spiel abgeliefert hatte. Für ihn rückte Magdeburgs eigentliche Nummer eins Jan Glinker wieder zwischen die Pfosten, für Schwede kam Andreas Ludwig ins Team.

Unter lautstarken Anti-DFB-Fangesängen brauchte das Spiel rund zehn Minuten, um Fahrt aufzunehmen. Doch dann waren es vor allem die Gastgeber, die offensiv in Erscheinung traten und zu Chancen kamen. Erst war es Michele Rizzi, der eine gute Chance durch eine schlechte Annahme ausließ, dann rettete Torwart Glinker per Fußabwehr gegen Preußen-Knipser Adriano Grimaldi (11./14.). Münster kam aus einer beeindruckenden Lufthoheit heraus häufig vor das FCM-Tor, doch auch die Pokalhelden aus Sachsen-Anhalt erspielten sich vereinzelte Möglichkeiten. Die beste hatte Christian Beck, der eine straffe Flanke in den Strafraum aber knapp am Tor vorbeisetzte (21.).

Lange Bälle des FCM landeten fast ausnahmslos beim Gegner. Mit flachen und schnellen Bällen war den hochgewachsenen Münsteranern aber beizukommen. Über mehr als offensive Ansätze ging es aber auch mit dieser taktischen Marschroute nicht hinaus.  Spielstand zur Pause: 0:0.

Niemeyer sorgt für blau-weißen Jubel

FCM-Sportdirektor Mario Kallnik hatte in der Halbzeit am MDR-Mikrofon bemängelt, dass es sein Verein bisher nicht gut gemacht habe. „So wird es auf keinen Fall reichen“, fügte er hinzu. Wer nun ein Aufbäumen der Magdeburger erwartete, wurde zunächst enttäuscht. Münster wirkte nach dem Seitenwechsel spielstärker und deutlich frischer. Das große Manko der Preußen-Offensive: großchancen waren Mangelware.

Magdeburg beschränkte sich größtenteils auf Defensivarbeit, versetzte die mitgereisten 1.500 Fans aber nach einem cleveren Konter in Ekstase. Björn Rother bediente dabei den gestarteten Michel Niemeyer, der Preußen-Keeper Nils-Jonathan Körber sehenswert zum 1:0 tunnelte (65.). Magdeburg versuchte über Ballsicherheit die Führung zu verteidigen. Das gelang überwiegend gut, dennoch kam Münster vor allem in der Schlussphase noch einmal gealtig auf. Erfolgsgarant in dieser Phase: Jan Glinker. Mit sraken Paraden ließ er Grimaldi verzeifeln (80.) und fischte in der Nachspielzeit noch eine gefährliche Flanke aus dem Spiel (90.+3).

Danach war Schluss. Magdeburg klettert durch den 1:0-Sieg auf Tabellenplatz drei. Am 6. Spieltag ist Werder Bremen II zu Gast.

Das sagten die Trainer:

Jens Härtel (Magdeburg): „Wir sind natürlich sehr zufrieden und glücklich hier die drei Punkte geholt zu haben. Das war der Liga-Alltag und nicht der Pokal wie vergangene Woche. Wir haben uns schon schwer getan, gerade hinten in der Dreierkette. Daher haben wir im Spiel auf Viererkette umgestellt, hatten dennoch nur halbgare Chancen. In der zweiten Halbzeit wurde es dann besser. Wir sind in Führung gegangen und haben dann alles getan, um die Führung zu verteidigen. Wir hatten noch zwei oder drei gute Kontersituationen, die wir nicht gut zu Ende gspielt haben und so mussten wir bis zum Ende zittern. Am Ende waren wir der glückliche Gewinner.“

Benno Möhlmann (Münster): „Es war ein sehr intensives Spiel und ein Spiel auf Augenhöhe. Ich fand, dass wir in der ersten Halbzeit bessere Chancen hatten als der Gegner. Magdeburg war immer gefährlich und hat immer versucht sehr hoch zu pressen und in Ballbesitz zu kommen. Magdeburg hat in der ersten Halbzeit auch einige Bälle gewonnen, das wollten wir in der zweiten Halbzeit unterbinden. Es waren dann wenige klare Situationen auf beiden Seiten. Das Tor war aber gut herausgespielt. Magdeburg hat es insgesamt besser gemacht und das muss man akzeptieren. Damit kann ich besser leben, als mit der Niederlage gegen Werder Bremen.“

Quelle : mdr.de

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