Autor: Rainer Schweingel

Klubführung verweist auf gestiegene Kosten wegen des Mindestlohns und stabile Preise in den letzten fünf Jahren

Magdeburg l Die Preiserhöhung für die Spiele des 1. FC Magdeburg hat der Klub mit dem Hinweis auf die gestiegenen Kosten wegen des Mindestlohns verteidigt (siehe auch Seite 1). Einzelheiten wollte FCM-Sprecher Matthias Kahl nicht nennen. Neben der Mannschaft sind beim Klub zehn Personen hauptamtlich beschäftigt. Der Mindestlohn habe aber auch bei Dienstleistern, die beispielsweise Sicherheitspersonal stellen, durchgeschlagen und zu steigenden Kosten geführt, so Kahl. Ob der höhere Kostenfaktor beim Klub oder den Dienstleistern liege, wollte Kahl nicht sagen.

Die Entscheidung über die Preissteigerung habe das Präsidium bereits vor Wochen getroffen und sich bewusst gegen eine Information der Fans entschieden. Gründe dafür wurden nicht genannt. Kahl räumte auf Nachfrage aber ein, dass es in der FCM-Geschäftsstelle erste Nachfragen von Fans gegeben habe.

Auch der Fan-Rat hatte keine Kenntnis und wurde erst von der Volksstimme informiert. Vorsitzender Dirk Heidicke sagte, dass sein Verein weder einbezogen noch informiert worden sei. Man wolle das Thema aber bei einem der nächsten Treffen mit der FCM-Klubspitze ansprechen.

Der FCM hatte die neuen Ticketpreise erstmals zum Spiel gegen den FSV Zwickau erhoben, nachdem der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) die Genehmigung erteilt hatte. Der Verband kassiert an jeder Karte mit. Rechnet man die 2792 Dauerkarteninhaber sowie rund 1200 Kinder heraus, erzielte der Klub beim Zwickau-Spiel mit 16 000 Zuschauern eine Mehreinnahme von schätzungsweise 12 000 Euro, die allein aus der Preissteigerung resultiert. Alle anderen Tageskarten-Käufer müssen mehr als bisher bezahlen.

Das sind die Preissteigerungen: Fans der Blöcke 3-6 zahlen 50 Cent mehr, die Blöcke 7, 8, 12, 13, 20 und 24 kosten einen Euro mehr. Zwei Euro teurer wurden die Blöcke 9, 10, 11,12, 21 und 22.

FCM-Sprecher Kahl wies darauf hin, dass die Eintrittspreise in den vergangenen fünf Jahren stabil geblieben seien.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere