Volksstimme vom 03.12.2015
Autor: Uwe Tiedemann
FCM-Kraftpaket Jan Löhmannsröben hofft auf einen Einsatz in Würzburg

Von den Neuzugängen des 1. FC Magdeburg schlug Jan Löhmannsröben auf Anhieb voll ein. Nach verletzungsbedingter Zwangspause möchte das 24-jährige „Arbeitstier“ nun am Sonnabend in Würzburg wieder ran.

Magdeburg l „Ich war drei Wochen raus – es war die Hölle“, bekannte ein abgekämpfter, aber glücklicher Löhmannsröben nach dem Training am Mittwochvormittag.

Eine vergrößerte Milz, ein für Sportler höchst seltenes Krankheitsbild und bei einer Routineuntersuchung zufällig festgestellt, hatte den Ex-Nordhäuser außer Gefecht gesetzt. „Mittlerweile ist alles wieder o.k., ich fühle mich fit und war noch morgens beim Arzt, der keinerlei Bedenken mehr hat, so dass ich am Sonnabend spielen könnte“, berichtete Löhmannsröben, dem das vergrößerte Organ nach wie vor ein Rätsel ist, „weil ich da noch nie Probleme hatte“.

Für einen Einsatz im jüngsten Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II (2:2) reichte es am vergangenen Wochenende noch nicht, der defensive Mittelfeldakteur stand nicht einmal im Kader, für kommenden Sonnabend sieht es dagegen schon deutlich besser aus. Das liegt auch daran, dass Niklas Brandt nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt und somit auf der „6“ ein Platz frei ist.

Dennoch bleibt Löhmannsröben vorsichtig und bescheiden zugleich: „Wir haben schließlich noch genügend andere gute Mittelfeldspieler.“

Doch der FCM, allen voran Trainer Jens Härtel, weiß, was er an seinem Kämpfer mit den vielen Tattoos hat. Löhmannsröben besaß maßgeblichen Anteil daran, dass der FCM glänzend aus den Startlöchern kam, spielte die ersten acht Begegnungen durch und musste in Kiel (0:0) nur deswegen erstmals pausieren, weil er zuvor gegen Energie Cottbus (2:2) die fünfte Verwarnung erhalten hatte. Inzwischen sind es derer sechs, wobei der Spieler eigentlich bei jedem Auftritt Gefahr läuft, den gelben Karton zu sehen …

Die Rückkehr in die Startformation traut sich der 24-jährige Leistungsträger auch deswegen zu, „weil ich glaube, dass ich nicht zu viel Spielpraxis verloren und zuletzt im Training Vollgas gegeben habe“.

Nur zu gerne würde der gebürtige Kasseler, der laut Internet-Portal „transfermarkt.de“ seinen Marktwert auf 275 000 Euro gesteigert hat, am Sonnabend (14 Uhr) mit den Blau-Weißen den ersten Auswärtssieg feiern. „Nach neun vergeblichen Anläufen sind wir einmal dran. Andererseits darf man auch nicht ungeduldig werden“, warnte Löhmannsröben, der auf die vermeintliche Heimschwäche des Mit-Aufsteigers (ein Sieg, fünf Remis, drei Niederlagen) nicht allzu viel gibt: „Davon darf man sich nicht täuschen lassen. Würzburg ist immerhin seit fünf Spielen ungeschlagen und klar im Aufwind. Wir stehen vor einer verdammt schweren Aufgabe.“

Die das Kraftpaket aber gerne in Kauf nimmt, wenn er dann wieder auflaufen darf: „Ich war zuletzt bei den Heimspielen selbstverständlich im Stadion und habe die Auswärtspartie in Großaspach im Livestream gesehen. Es war wie schon gesagt die Hölle, und ich möchte endlich wieder auf dem Platz stehen.“

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